Die Hitze setzt nicht nur uns Menschen zu.

So gehen heimische Wildtiere mit der Sommerhitze um

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Wildschweine stellen sich zum Abkühlen gern in Seen oder Bäche.

Dachau/Landkreis - Ganz schön ausgefuchst

Über 30 Grad im Schatten, wer gerät da nicht ins Schwitzen? „Viele Tiere können das allerdings nicht in der Form wie wir Menschen, denn die wenigsten von ihnen besitzen Schweißdrüsen, und ihr Fell und die Federn geben die Wärme zudem schlecht ab“, es droht ein Hitzestau, betonte Ernst-Ulrich Wittmann, Vorsitzender des Jagdschutz und Jägervereins Dachau (JJVD). 

Wildschwein, Feldhase und Co lassen sich deshalb einiges einfallen, um sich bei der Hitze abzukühlen. Wittmann führte aus: „Seen und Gewässer dienen auch unseren Wildtieren als Badeplatz. Hirsche stellen sich in fließende Bergbäche, um sich abzukühlen. Oder sie genehmigen sich eine Schlammpackung in der Suhle, einer matschigen Pfütze.“ Auch Wildschweine stehen auf Suhlen. 

Der nasse Schlamm bleibt so an den Borsten hängen und kühlt die Haut. Der positive Nebeneffekt: die dicke Schlammkruste ist gleichzeitig Mückenschutz. Sie verhindert, dass lästige Insekten an die Haut gelangen. Übrigens scheuen auch Rehe das kühle Nass nicht. Feldhasen pumpen an heißen Tagen mehr Blut in ihre Löffel. Ihre Ohren sind nur wenig behaart. So können sie über die dünne Haut überschüssige Wärme besser an die Umgebung ableiten. Wenn es so heiß ist wie jetzt, dann ist nicht viel los in Feld und Wald. Die Tiere suchen ein schattiges Plätzchen im Dickicht und bewegen sich so wenig wie möglich. Fuchs, Dachs und Kaninchen dösen in ihrem unterirdischen Bau, wo sie von feuchter Erde umgeben sind. 

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn bei Hitze Hunde im Auto zurückgelassen werden, denn Hunde können nicht schwitzen. Wittmann riet deshalb, Hunde an heißen Tagen grundsätzlich niemals im Auto zurückzulassen. Das Innere des Fahrzeugs entwickelt sich – selbst, wenn es im Schatten steht und die Fenster geöffnet sind – innerhalb weniger Minuten zur Hitze- oder Todesfalle. Schon bei Außentemperaturen um 15 Grad, heizt sich der Innenraum innerhalb kurzer Zeit sehr stark auf. Auch vermeintliche Schattenplätze können schon wenig später der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein.

red

Quelle: Dachauer Rundschau

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