Die Kommunalwahl 2020 soll einiges ändern...

Grüne fordert Zech heraus

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Susanne Vedova

Pfaffenhofen/Glonn - Susanne Vedova kandidiert in Pfaffenhofen/Glonn gegen den CSU-Bürgermeister und dritten Landrat.

In der kleinsten Landkreiskommune ist die Welt für die CSU noch in Ordnung: Bei der Europawahl wählten hier fast 49 Prozent die CSU (bei einem AfD-Anteil von zehn Prozent) – mehr als acht Prozent über dem Landkreisdurchschnitt. 

Doch schon als zweitstärkste Kraft traten die Grünen mit 14 Prozent (Landkreis 18 Prozent) auf. Nun will die neugegründete grüne Ortsgruppe auch den Sprung in den Pfaffenhofener Gemeinderat schaffen: Am vergangenen Wochenende erklärte die Co-Sprecherin der Ortsgruppe, Susanne Vedova, (neben Tobias Hartmann-Brockhaus) ihre Kandidatur für das Bürgermeisteramt. Ihr Konkurrent, der Rathaus-Chef Helmut Zech (CSU), ist ein kommunalpolitisches Schwergewicht. Zech fungiert auch als dritter Landrat und Dachau Agil-Vorsitzender. Vor fünf Jahren wurde der mittlerweile 50-Jährige mit 82 Prozent wiedergewählt. Vedova ist 55 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Töchter. Die gebürtige Schongauerin lebt seit 25 Jahren in Pfaffenhofen an der Glonn. Sie ist Pädagogin und arbeitet an der Dachauer Mittelschule Süd. Im vergangenen Jahr trat sie den Grünen bei. Auf der Nominierungsversammlung der Pfaffenhofener Grünen griff Vedova den bisherigen Kurs Zechs scharf an: „Seit 18 Jahren macht ein CSU-lastiger Gemeinderat eine nicht nachvollziehbare und beliebige Politik, die ich falsch finde.“ 

Viele Entscheidungsprozesse des Pfaffenhofener Gemeinderats seien „nicht transparent“. Sie fordert einen Gemeindeentwicklungsplan und mehr Bürgerbeteiligung. Zu ihren Zielen zählen eine Verbesserung des ÖPNV, eine lebenswerte Umwelt und eine Abkehr von Zechs Wachstumskurs: „Ich glaube, dass es vielen Einheimischen Angst macht, wenn sie sehen, wie viele Baugebiete in den vergangenen Jahren ausgewiesen wurden“, sagte Vedova. Die Bürgermeister-Kandidatin führt eine zehnköpfige Liste mit unterschiedlichen Gemeinderats- aspiranten an. Auf der Liste finden sich Ingenieure, eine Kinderhaus-Leiterin, drei Personen mit Agrar-, Garten- oder Gartenbau-Expertise, eine Ärztin, ein Chemiker, ein Betriebswirt und ein Sportlehrer. Die Alterspanne reicht von 22 Jahren bis 65 Jahren. 

Die Plätze wurden im Reißverschlussverfahren jeweils hälftig an Frauen und Männer vergeben.

kho

Quelle: Dachauer Rundschau

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