Gut, besser, Oberbayern

Vier Könige und eine Ministerin: Ilse Aigner (dritte von links) freute sich über die Sternsinger. Pastoralreferent Bernhard Skarbal, Bezirkstagspräsident Josef Mederer, MdB Gerda Hasselfeldt, MdL Bernhard Seidenath (von links) sowie Pfarrer Christoph Rudolph (zweiter von links) und Bürgermeister Peter Felbermeier freuen sich mit. Foto: Kramer

Haim

hausen (kho) Sie war die erste Bundesministerin beim traditionellen Neujahrsempfang der CSU Haimhausen: Ilse Aigner. An ihrer Seite „ihre Chefin“ - so Aigner – die CSU-Landesgruppenvorsitzende im Bundestag und Dachauer Abgeordnete, Gerda Hasselfeldt. Beide kamen frisch aus Wildbad Kreuth von der Klausurtagung der CSU-Bundestagsfraktion. Die Botschaft des Abends lautete: „Keine Angst vor der Zukunft“. Bernhard Seidenath, der CSU-Landtagsabgeordnete, gab sie in seiner Begrüßungsrede aus. Mut zu Entscheidungen sei wichtig. Als Beispiel für Haimhausen nannte er die Frage der Nutzung geothermischer Energie. Aigner griff Seidenaths Themen auf und lobte Haimhausen als „energetische Vorzeige-Gemeinde.“ „Die Wirtschaft in Deutschland brummt“, führte sie weiter aus und stellte klar: „Wir haben keine Euro-Krise, sondern eine Krise einiger Staatshaushalte.“ Deutschland gehe es gut, Bayern besser und am besten stünde Oberbayern da, konstatierte die Ministerin. Die aktuellen Schwierigkeiten von Bundespräsident Christian Wulff streifte sie nur, ohne seinen Namen zu nennen. Bemerkenswert war auch, dass sie den jetzigen guten wirtschaftlichen Zustand der Bundesrepublik „auch auf Entscheidungen der früheren Großen Koalition“ (von Union und SPD zwischen 2005 und 2009) zurückführte. Werden hier schon Brücken gebaut?, fragte sich mancher Zuhörer. Als politischen Hauptgegner hat die oberbayerische CSU-Vorsitzende offensichtlich die Grünen ausgemacht: „Die Farben Bayerns sind weiß-blau und nicht grün“, proklamierte Aigner in ihrer engagierten Rede. Die über 250 Gäste stimmten ihr mit langem Beifall zu. Der Haimhauser Bürgermeister und Gastgeber Peter Felbermeier (CSU) unterstrich das Miteinander in seiner Kommune – über die Parteigrenzen hinweg: „Wenn wir gemeinsam Mehrheits-Entscheidungen treffen, akzeptieren das auch Unterlegene und karteln nicht in Leserbriefen nach“ - wer wollte, konnte das als Spitze gegen die Verhältnisse in Petershausen lesen, wo zurzeit um ein Ärztehaus gestritten wird. Ansonsten überzeugte Felbermeier durch eine witzige und selbstironische Rede; seine Zuhörer dankten es ihm mit dem einen oder anderen Lacher. Die CSU-Prominenz des Landkreises war fast vollständig vertreten. Die Haimhauser Dorfmusik sorgte für den musikalischen Rahmen.

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