Bierbank gegen Auto getauscht

Ein Hauch von Volksfest in Dachau

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Dachau - Autokonzerte als Alternativprogramm zum Musiksommer gehen mit „Ois Easy“ zu Ende – positives Fazit vom Veranstalter

Ein Hauch von Volksfest in Dachau

Hunderte Handylichter wippten von links nach rechts in die Nacht Richtung Bühne als „Angels“ von Robbie Williams ertönte. 

Es war das Schlusslied der Autokonzerte in Dachau, gespielt von der Dachauer Band „Ois Easy“. Das typische Bierzelt-Rausschmeißer-Lied passte zur Atmosphäre, die einen Hauch von Volksfestzelt hatte. Viele des überwiegend jungen Publikums hatten sich für diesen Abend auf der Ludwig-Thoma-Wiese mit Lederhose und Dirndl aufgebrezelt. Doch statt auf Bänken saßen die Besucher in und auf ihren Autos. Tobias Schneider vom Kulturamt sollte recht behalten, als er vor dem Konzert sagte: „Heute sind vielleicht alle ein bisschen feierwütiger.“

Euphorisch und enthusiastisch äußerte er sich nach dem Konzert: „Man merkt, die Leute wollen wieder was zu feiern haben.“ Zufrieden sei er mit allen neun Autokonzerten von denen sieben ausverkauft waren. Sie alle galten als Alternativprogramm zum Musiksommer vor dem Rathaus. „Niemand hätte gedacht, dass die Stimmung so gut sein kann, aber es kam jedes Mal Live-Konzert-Atmos- phäre auf“, erzählte Schneider. Neben der Technik haben letztlich also auch die Dachauer mitgespielt. Mitgemacht haben auch die „Ois Easy“ Fans - doch sie waren auch besonders gefordert. Denn die Band bat immer wieder um Abstimmung. Das Publikum konnte wählen, was an diesem Abend gespielt wird. „Die 90er leben hoch“ oder „Zehn Minuten Vollgas“ hieß es. Mehr Lichtgewitter durch Lichthupen und Jubel bekam daraufhin der zweite Vorschlag. „Ois Easy“ entsprach dem Wunsch und ließ es krachen mit Hits wie „Freestyler“, „Jump“ oder „I got a feeling“. Hoch im Kurs standen auch Lieder wie „Da tanzt selbst Mutti auf der Bank“, „Danke“ oder „Ballermann“ – spätestens hier kamen musikalische Erinnerungen an das Volksfest auf. „Es war schön zu sehen, wie jeder Interpret seine eigene Art fand mit dem Publikum zu kommunizieren“, sagte Schneider. Am Ende sei die Band zu ihm gekommen mit den Worten „Mensch, hätten nicht gedacht, dass es so toll wird.“ 

„Nur einmal gab es eine Beschwerde von Anwohnern, weil das Hupen zu viel wurde“, erzählt Schneider. Das war eigentlich strikt verboten. Doch einige euphorische „Ois Easy“-Fans vergaßen die Regel hin und wieder mal. Das Hupkonzert am Ende sei ihnen jedoch vergönnt gewesen.

mik

Rubriklistenbild: © Kohr

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