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Disput um Grundstücksgrenzen

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Das Haus mit dem Schriftzug Café Brüller an der Martin-Huber Treppe wird saniert. Auf dem rückwärtigen Grundstück soll ein neues Wohnhaus mit Tiefgarage entstehen. © Roth

Dachau - Der Bau- und Planungsausschuss beriet über einen möglichen Neubau neben der Martin Huber Treppe.

Der Eigentümer des Grundstücks an der Konrad Adenauer Str. 22 will das Haus, mit dem Schriftzug Café Brüller, an der Martin-Huber Treppe sanieren und auf dem anschließenden, rückwärtigen Grundstück ein weiteres Wohnhaus mit Tiefgarage bauen. „Grundsätzlich ist Baurecht gegeben“ sagte Wolfgang Moll (parteilos) und Stadträtin Gertrud Schmidt Podolski (CSU) betonte: „Wir wollen in der Altstadt Möglichkeiten schaffen um Wohnungen zu bauen“. Bisher hatte das Bauamt die Pläne für den Neubau nicht genehmigt. Bevor dem Bauherrn ein Vorbescheid für das Grundstück mit der Flur Nr. 348 zugeht, muss erst der Verlauf der Grenze zwischen dem planungsrechtlichen Innenbereich (§34) und dem Außenbereich (§35) festgelegt werden. Denn beim §35 wird das Baurecht viel strenger ausgelegt als beim §34. Der Eigentümer und das Bauamt haben unterschiedliche Meinungen, wo auf dem Grundstück der Innenbereich aufhört, und wo der Außenbereich anfängt. Der Grundstückseigentümer, zieht die Linie von der Außenkante der Altstadtgalerie bis zur Martin Huber Treppe. Das Bauamt zieht die Grenze deutlich weiter oberhalb. Im Bauausschuss letzten Mittwoch musste geklärt werden, wie weit der Grundstückseigentümer in den Hang hinein bauen darf. Bei einem Ortstermin vor der Sitzung besichtigten OB Florian Hartmann und die Stadträte das Grundstück. Zusätzlich wurde im Sitzungssaal ein Luftbild von der gesamten Altstadtkrone mit der Martin-Huber Treppe gezeigt, anhand dessen die Lage des Grundstücks noch einmal begutachtet werden konnte. Unter Berücksichtigung der topographischen Hangkante brachten die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses als Außengrenze das Haus hinter dem Café Corso ins Spiel. Stadtrat Volker Koch verdeutlichte diese Linie, indem er auf dem Luftbild einen Strich vom Fluchtweg der Neuen Galerie bis zum Haus an der Konrad Adenauer 26 zog. Diese Linie wurde einstimmig akzeptiert. Der Eigentümer muss jetzt den Neubau deutlich näher an das bestehende Haus heranrücken. Er bekommt nun einen Vorbescheid und kann die weiteren Bedingungen abfragen oder vor Gericht klären lassen.

roc

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