Spenden finanzierten neuen Einsatzwagen.

Helfer vor Ort in Altomünster weihten ihr neues Fahrzeug, einen BMW X 3, ein. Dieses soll Menschenleben retten.

+
Klaus Berger (links) von der Volksbank Raiffeisenbank Dachau und Josef Steinhardt von der Sparkasse Dachau überreichten ihre symbolischen Spendenschecks.

Altomünster - Schneller als der Rettungsdienst

Mit lebensrettenden Maßnahmen überbrücken Helfer vor Ort (HvO) die Wartezeit, bis der Rettungsdienst da ist. 

Ihren lang ersehnten Einsatzwagen weihte Pater Bonifatius nun mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche ein. Diese Einweihung war Bestandteil der Aktionen und Feierlichkeiten, die heuer anlässlich des 130-jährigen Bestehens des BRK-Kreisverbandes Dachau stattfinden. 

Mit einer Fahrzeugausstellung sowie einer Schauübung demonstrierte die BRK-Bereitschaft in Altomünster ihre Einsatzstärke. Der neue BMW X 3 wurde ausschließlich aus Spenden finanziert, die innerhalb eines Jahres vom Förderverein gesammelt wurden. Bereitschaftsleiter Benedikt Jung berichtete: „Wir waren sprachlos über die Unterstützung aus der Bürgerschaft.“ 

Das Fahrzeug sei ein „rollendes Zeichen von Solidarität und Engagement“, sagte Löwl. Der HvO arbeite ausschließlich ehrenamtlich und werde nicht von den Krankenkassen finanziert. Bürgermeister Anton Kerle und der BRK-Kreisvorsitzende Bernhard Seidenath bezeichneten die Einweihung als einen „sehr guten Tag für Altomünster.“ „Wir haben lange auf das Fahrzeug hingefiebert“, sagte Seidenath. Denn der BMW X 3 ersetze einen in die Jahre gekommenen Mercedes-C-Klasse-Wagen, der den Anforderungen nicht mehr genügte. 

Die Hilfe komme somit also direkt zu den Bürgern, denn hier gehe es um Menschenleben. Bei einem Herzinfarkt senke jede Minute der verzögerten Hilfe die Überlebenschance um zehn Prozent, betonte Seidenath. Die Finanzierung des BMW X 3 ermöglichte der Förderverein des Roten Kreuzes in Altomünster. Weil ein Ortsverein nur eine Kameradschaftskasse haben darf, gründeten Josef Widmann und sein Stellvertreter Wolfgang Grimm im Juni 2018 einen Förderverein und schafften es, in einem Jahr 50.000 Euro für den mit einem Defibrillator ausgestatteten Wagen aufzutreiben. 

Unter der Leitung von Jung sind fünf ehrenamtliche HvO- Helfer für ihre Mitmenschen im Einsatz. Pro Jahr werden etwa 200 Einsätze in der Gemeinde Altomünster, sowie in Kleinberghofen und in der Region bis Schiltberg gefahren. „Wir fahren auch mal nach Indersdorf, wenn es sein muss“, erklärte Jung.

red

Quelle: Dachauer Rundschau

Auch interessant:

Meistgelesen

Dachauer Bäckereien führen Pfandsystem ein
Dachauer Bäckereien führen Pfandsystem ein
Die Kita „Froschvilla“ ist jetzt offiziell ein „Haus der kleinen Forscher“
Die Kita „Froschvilla“ ist jetzt offiziell ein „Haus der kleinen Forscher“
In der Regenpause zur Langen Tafel
In der Regenpause zur Langen Tafel
Polizisten hinter der Kamera
Polizisten hinter der Kamera

Kommentare