Tumortherapie

Strahlentherapie für Dachau

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Am Spatenstich nahmen unter anderem der Betreiber der Strahlentherapie-Praxis Freising, Dr. Markus Adam, Leiter des Cancer Centers Dachau, Horst-Günter Rau, Geschäftsführer der Helios Amper-Klinik, Dr. Christoph Engelbrecht sowie Mitarbeiter des Klinikums und Vertreter der Krankenkassen teil.

Dachau - Am Helios Amper-Klinikum Dachau soll mit der Strahlentherapie eine der modernsten Einrichtungen ihrer Art in Deutschland entstehen.

Ein zweigeschossiges Gebäude mit einer Netto-Grundfläche von rund 450 Quadratmetern entsteht seit Mitte November in Dachau neben dem Helios Amper-Klinikum. Dieses Gebäude für die Strahlentherapie wurde vom Freisinger Architekten Hans Sahlmüller in Zusammenarbeit mit Architektin Erika Samano geplant. Durch Architektur, Lüftungs- und Heizungstechnik soll hier ein Niedrigenergie-Gebäudekonzept verwirklicht werden. Bauunternehmung Hechinger aus Pfaffenhofen realisiert den Neubau. Im Sommer 2017 sollen die Baumaßnahmen abgeschlossen sein, danach folgen technische Messungen der medizinischen Geräte. Die Aufnahme des Patientenbetriebs sei für Spätsommer 2017 geplant.

Lücke geschlossen

Am 24. November war offizieller Spatenstich mit dem Betreiber der Strahlentherapie-Praxis Freising, Dr. Markus Adam. „Seit einiger Zeit schon konnten durch das Klinikum und ihre Kooperationspartner Tumor-Chirurgie und die Chemotherapie angeboten werden. Mit der Strahlentherapie wird die Lücke in der Tumortherapie geschlossen. Somit ist eine komplette Versorgung von Krebspatienten in Dachau sichergestellt“, erläuterte Adam. Ärztlicher Direktor und Leiter des Cancer Centers Dachau, Horst-Günter Rau, ergänzte: „Mit der Strahlentherapie vervollständigen wir unser Behandlungsangebot für Tumorpatienten vor Ort. Das hat für unsere Patienten den Vorteil, dass sie nicht mehr wie bisher 30 bis 40 mal für eine Strahlenbehandlung den Weg nach München in Kauf nehmen müssen.“

Private Investition

Die moderne Strahlentherapie beziehungsweise Radioonkologie sei tragende Säule der Krebstherapie. Etwa 50 Prozent aller Krebskranken könnten geheilt werden. Davon erhielten mehr als die Hälfte im Rahmen der primären, auf Heilung abzielenden Behandlung eine Strahlentherapie. Viele nicht heilbare Patienten profitierten von Lebensverlängerung, Schmerzbeseitigung oder Wiederherstellung von Körperfunktionen. Nicht zuletzt könnten mit der Strahlentherapie auch Erkrankungen wie chronische Schmerzen bei Arthrosen, Fersensporn oder Tennisellbogen behandelt werden. Adam finanziere die Investitionen privat. Diese würden sich für Gebäude und Geräteausstattung auf rund fünf Millionen Euro belaufen.

red

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