Hilfsprojekt geht in die nächste Runde

Mit einem Container voll Hilfsgüter nach Tansania

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Polizistin Ramona Schmid (rechts) und Rettungsassistent Florian Scharf (links) machen sich auf den Weg nach Tansania. Apotheker Max-Peter Lernbecher (Mitte) unterstützt die beiden und stellt in seiner Apotheke in Dachau Spendenboxen auf.

Dachau - Die Polizistin Ramona Schmid (31) und der Rettungsassistent Florian Scharf (37) unterstützten im November letzten Jahres in Tansania vier Wochen lang Ärzte und Belegschaft im Hospital in Wasso. Mit vielen Spenden im Gepäck flog das Dachauer Paar nun dorthin zurück.

Vor allem die Schicksale des schwerkranken Toto (10) und des misshandelten Setila (17) lagen den Dachauern am Herzen. (Davon berichtete die Dachauer Rundschau in der Januar-Ausgabe). „Wir haben erfahren, dass es beiden Kinder deutlich besser geht. Toto lebt in einer Gastfamilie. Setila geht in die Schule und wird von einem Studenten betreut“, erzählte Ramona Schmid. Jetzt reist das Pärchen wieder nach Tansania um einige Spenden persönlich zu überbringen und um dem Pfarrer und Arzt Thomas Brei bei seiner Arbeit in der Krankenstation zu helfen. „Der Betrag auf dem Spendenkonto „Thomas Brei“, die rund 400 Euro, die in der Oberen Apotheke gesammelt wurden, sowie die Sachspenden kommen eins zu eins in Tansania an“, versichert der Rettungsassistent. Seine Freundin Ramona Schmid grübelt noch wie sie alles einpacken soll: „Neben Zahnarzt- und OP-Bestecken haben wir viele Medikamente sowie 200 Tuben Handdesinfektionsgelee, gestiftet von Max-Peter Lernbecher, dem Inhaber der Oberen Apotheke, im Gepäck. Unser Freund Thomas wünscht sich Schokolade aus Deutschland, die nehmen wir natürlich auch gerne mit, aber mittlerweile haben wir mindestens zehn Kilogramm Übergepäck“. In einem Container werden weitere Hilfsgüter verschifft, unter anderem zwei Ultraschallgeräte, gestiftet vom MVZ Dachau und von der Dachauer Bereitschaftspolizei. Neben der Armutsproblematik hat Tansania vor allem damit zu kämpfen, die medizinische Versorgung der Landbevölkerung sicherzustellen. Die Wasso-Krankenstation mit 150 Betten ist das einzige Hospital im Umkreis von über 200 Kilometern. Da es nicht für alle medizinischen Eingriffe ausgestattet ist, müssen schwerkranke Patienten in das 300 Kilometer entfernte „Kilimanjaro Christian Medical Centre“ in Moshi gebracht werden. Das ist schwierig, denn die Verkehrsinfrastruktur ist kaum entwickelt und die Straßen sind schlecht ausgebaut. „Mit Spendengeldern schaffte Thomas einen Geländewagen für Krankentransporte an. Um dieses Projekt kümmern wir uns“, erklärte Scharf. „Es ist geplant, dass wir Erste Hilfe Kurse geben und Verlegungssanitäter ausbilden, die diese Krankentransporte begleiten können.“ Um sich selbst ein Bild von der Landschaft zu machen, empfiehlt Ramona Schmid den zehnminütigen deutschsprachigen youtube Film von Pat Patten vom „Flying Medical Service Arusha“. „Er zeigt auch die Wasso-Krankenstation.“ Und weiter: „Wir sind schon gespannt auf unseren Aufenthalt dort und freuen uns, danach von dem Erlebten und dem Verbleib des Geldes zu berichten.“ Max Lernbecher, Eigentümer der Oberen Apotheke stellt vom 1. November bis Weihnachten wieder Spendenboxen für Tansania auf.

(roc)

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