Hunde sollen an  Leine

Stöbernde Hunde- Stress für Bodenbrüter

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Hinweisschilder kennzeichnen die Gebiete, in denen Hunde an die Leine genommen werden müssen.

Landkreis - Leinenpflicht für Hunde in der freien Natur

Die Brut- und Setzzeiten 2019 beginnen. Sie sind besonders störanfällig, weshalb das Landratsamt als Untere Naturschutzbehörde darauf aufmerksam macht, dass es bei Spaziergängen in freier Natur in der Zeit von März bis Juli besonders wichtig ist, dass Hundebesitzer ihre Tiere anleinen. Denn freilaufende Hunde führen zu verstärktem Stress und Beunruhigung der freilebenden Tierwelt. Nicht nur heimisches Wild samt Nachwuchs werden beunruhigt und können freilaufenden Hunden zum Opfer fallen. Auch bodenbrütende Vögel wie Rebhühner, Fasane, Kiebitze, Lerchen, Gänse oder Enten werden beim Brüten gestört und Jungvögel können vertrieben werden. Selbst wenn Hunde nur herumstöbern, besteht die Gefahr, dass brütende Vögel ihr Gelege aufgeben. Oft sind sie auf wenige Meter für den Menschen nicht wahrnehmbar, für die Hundenase jedoch schon. Daher sollten insbesondere in Wiesengebieten sowie im Wald und Waldrändern Hunde keinesfalls frei laufen. 

Die Naturschutzverordnungen im Landkreis Dachau und das Bayerische Jagdgesetz enthalten strenge Vorschriften für Hundebesitzer. In den Naturschutzgebieten „Weichser Moos“ und „Schwarzhölzl“ ist das freie Laufenlassen von Hunden ganzjährig verboten. Im Landschaftsschutzgebiet „Glonntal“ ist es vom 1. März bis 15. Juli verboten, Hunde in den vier besonders ausgewiesenen Kernzonen zwischen Petershausen und Herschenhofen, Weichs und Jedenhofen, Jedenhofen und Asbach sowie im gesamten Arnbacher Moos frei laufen zu lassen. Entsprechende Verbote gelten seit der Unterschutzstellung des Krenmooses als Landschaftsschutzgebiet auch für die dort ausgewiesenen zwei speziellen Kernzonen, denen eine besondere Bedeutung für den immer seltener werdenden Kiebitz zukommt. Die beiden Kernzonen befinden sich in den Bereichen zwischen dem östlichen Siedlungsrand von Karlsfeld und dem Schwarzhölzl. Damit jeder über die neuen Verbote informiert ist, wurden am Rand dieser Zonen und neben den dort vorbeiführenden Wegen, entsprechende Hinweisschilder aufgestellt. Mit Geldbuße kann auch derjenige belegt werden, der seinen Hund in einem Jagdrevier frei Laufen lässt. Selbst wenn man darauf vertraut, dass der Hund einem Zuruf Folge leisten wird, kann gerade eine frische Wildspur den natürlichen Jagdinstinkt wecken. Gerade trächtige Rehe sind wegen ihrer Schwerfälligkeit ein sehr leichtes Opfer. Und selbst bei geglückter Flucht ist für die Wildtiere ein Verfolgen und Hetzen durch einen Hund mit extremem Stress verbunden. Als sicherstes Mittel, dies in der freien Natur und gerade in den besonders sensiblen Zeiten zu vermeiden und den Hund wirksam zu kontrollieren bleibt nur das Anleinen, so der dringende Appell der Naturschutzbehörde.

red

Quelle: Dachauer Rundschau

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