Metzgerhandwerk 

Innungsmeister Werner Braun will das regionale Metzgerhandwerk  fördern

+
Innungsobermeister Werner Braun (links) und Verbandsgeschäftsführer Lars Bubnik (rechts) informierten die Hauptversammlung der Metzger-Innung Dachau-Freising über Aktuelles im Metzger-Handwerk.

Landkreis - Innungsmeister Werner Braun plant neue Projekte um das regionale Metzgerhandwerk zu fördern.

Über aktuelle Projekte informierte Obermeister Werner Braun bei der letzten Innungsversammlung der Metzger. Eines Projekt ist die Einführung der Marke „M“, deren zentrale Aussage lautet: „Wir sind Metzger.“ Denn in Bayern ist das allgemein benutzte „F“ für die Bezeichnung Fleischer weniger geläufig. „Wir möchten damit ein neues Bewusstsein für unser Handwerk wecken.“ 29 Personen hatten Brauns Einladung zu Versammlung angenommen. Gäste waren Ehrenobermeister aus Dachau und Freising sowie die stellvertretende Landrätin Marianne Klaffki. Tagesordnungspunkte wie Rechnungsprüfung und Haushalt sowie der Wahl der Rechnungsprüfer (Kurt Blank aus Dachau und Steffen Schütze aus dem Landkreis Freising) wurden jeweils einstimmig verabschiedet. Die Freisprechung der jetzt geprüften Auszubildenden wird im kleinen Rahmen (Corona geschuldet) Mitte August im Schloss Dachau stattfinden. Braun kündigte darüber hinaus neue Initiativen bezogen auf die Nachwuchswerbung an. Mit dem „Ampertaler Rind“ plant Braun, unterstützt vom Ministerium, einen Begriff für regional erzeugte und verarbeitete Fleisch und Wurstwaren von Rind, Schwein und Geflügel zu prägen. Gastronomen und Verbrauchern soll ein Angebot von gesunden Lebensmitteln in bester Qualität aus handwerklicher Produktion aus der Genussregion Ampertal zur Verfügung stehen. Letztendlich soll eine neue Regionalmarke von Landwirten und Metzgereien der Landkreise Dachau, Freising und Fürstenfeldbruck entstehen. Die Einhaltung definierter Qualitätsmerkmale könnte bei den Erzeugerbetrieben und den Metzgereien in festen Abständen kontrolliert werden.

 Als nächsten Punkt berichtete Lars Bubnik, Geschäftsführer des Fleischerverbandes Bayern, über die Anstrengungen seit dem Ausbruch des Corona-Virus im März: „Es gibt eine Flut von Verordnungen, die sich täglich ändern.“ Positiv sei die höhere Wertschätzung der Verbraucher gegenüber dem Metzgerhandwerk, wie er feststellte. Das Metzger Handwerk litt, laut Bubnik, in den letzten Monaten vor allem im Bereich des Caterings. Trotz Lockerungen rät der Fleischerverband Bayern zur Vorsicht bei gewissen Veranstaltungen: „Beim Catering sind Hygiene-Vorschriften einzuhalten. Das Personal ist zu instruieren“, empfahl Bubnik. Er forderte außerdem auf, Mitarbeiter auf das Thema Urlaub zu sensibilisieren: „Eine Reise könnte zu Quarantäne-bedingten Ausfällen oder bis hin zur Betriebsschließung führen.“ Bubnik informierte weiterhin über Schwierigkeiten der Firmen, bei der digitalen Umstellung der Mehrwertsteuer. Zum Abschluss seiner Ausführungen forderte Bubnik alle Betriebe auf, der Innung beizutreten. Innungen und Verbände könnten Interessen der Handwerkerschaft besser vertreten und als Bindeglied zu den Ministerien fungieren.


hwa 

Quelle: Dachauer Rundschau

Auch interessant:

Meistgelesen

Die Corona-Teststation in Markt Indersdorf ist wieder in Betrieb
Die Corona-Teststation in Markt Indersdorf ist wieder in Betrieb
2.000 Menschen pro Woche lassen sich derzeit im Landkreis Dachau auf …
2.000 Menschen pro Woche lassen sich derzeit im Landkreis Dachau auf den Corona-Virus testen
„Das Bier stimmt“ laut OB
„Das Bier stimmt“ laut OB
Arbeitsplatz durch sozialen Aktienfonds
Arbeitsplatz durch sozialen Aktienfonds

Kommentare