„Integration wird bei uns gelebt“

Im Anschluss an das Forum fand eine Stadtteilbegehung statt. Im Hintergrund die Fahnen der Länder. Foto: Leiß

Dach

au (sel) In Dachau-Ost wird am Thema Integration intensiv gearbeitet. Dabei geht es nicht nur um die Einbindung von Menschen mit Migrationshintergrund, sondern auch um die Integration alter, behinderter oder einkommensschwacher Menschen. Zudem ist das Viertel seit einem Jahr in das Städtebauprogramm „Soziale Stadt“ eingebunden. Deshalb hat die Regierung von Oberbayern im Adolf-Hölzel-Haus vergangene Woche das 21. Integrationsforum unter dem Motto „Älter und bunter – zusammen leben im Quartier“ organisiert. “ Eingeladen waren dazu nicht nur Vertreter von Organisationen, sondern auch interessierte Bürger. Auf dem Programm standen zahlreiche Vorträge von verschiedenen Initiativen und Organisationen, die das Thema Integration aus verschiedenen Perspektiven beleuchteten. Darunter war auch die Bürgerinitiative „kostbar“ von Bruno Schachtner und Ann-Britt Kassel zum Thema Mobilisierung und Eigeninitiative.Dass der Stadtteil trotz Bemühungen der Stadt unter Vorurteilen leidet, stellte auch Regierungsvizepräsident Ulrich Böger fest: „Dennoch ist der Stadtteil durch sein Außen-Image von sozialer Schieflage und Segregation bedroht“. Im Anschluss fand eine Stadtteilführung statt, an der sich rund 20 Teilnehmer über die Integrationsangebote informierten. Besucht wurden etwa die neue Kontaktstelle für Menschen mit Behinderung der Caritas am Ernst-Reuter-Platz und die Mittelschule an der Anton-Günther-Straße. Rektorin Renate Polanski berichtete dabei, dass die Schule 24 Nationen besuchten, der Ausländeranteil der Schüler liege bei über 50 Prozent. Probleme gebe es trotzdem kaum: „Hautfarbe und Herkunft spielen überhaupt keine Rolle“. Polanski stellte stolz fest: „Integration wird bei uns gelebt“. Roman Dienersberger von der Regierung meinte, wenn man über Integration sprechen müsse, es keine Integration sei. Trotzdem hofft auch Renate Polanski, dass die Initiativen in Dachau-Ost Vorurteile über das Quartier zurückdrängen können. Denn die Namensänderung von der „Mittelschule Dachau-Ost“ in die „Mittelschule an der Anton-Günter-Straße“ ist auch auf das „Ost“ zurückzuführen. Polanski sagte selbst: „Wir wollten das negativ belegte Ost rausnehmen“.

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