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200 Jahre Biergarten – ein besonderes Jubiläum

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Über Jahrhunderte wurde das Bier in den Brauereien mit echtem Eis gekühlt. Es musste dazu in passende Größen geschnitten werden. Augustiner-Chef Jannik Inselkammer (links), die Leiterin des Münchner Tourismusamts Gabriele Weishäupl und der oberbayerische Regierungspräsident Christoph Hillenbrand machen vor, wie das ging. Foto: Kramer
Über Jahrhunderte wurde das Bier in den Brauereien mit echtem Eis gekühlt. Es musste dazu in passende Größen geschnitten werden. Augustiner-Chef Jannik Inselkammer (links), die Leiterin des Münchner Tourismusamts Gabriele Weishäupl und der oberbayerische Regierungspräsident Christoph Hillenbrand machen vor, wie das ging. Foto: Kramer

Mün

chen (kho) Bier ist ein urbayerisches Lebensmittel. Ein Markenzeichen unserer Heimat, weltweit. Und ein oberbayerischer Biergarten, zu dem man sein eigene Brotzeit mitbringen kann, symbolisiert die hiesige Lebensart aufs allerbeste. So sehen es auch Gabriele Weishäupl, die Münchner Tourismuschefin, Christoph Hillenbrand, der Regierungspräsident der Regierung von Oberbayern, und Jannik Inselkammer, Geschäftsführer der Augustiner-Brauerei. Die drei haben das Biergarten-Jubiläumsjahr bei einer Veranstaltung im Augustiner-Keller eingeläutet. „So etwas wie die bayerische Biergarten-Kultur gibt es auf der ganzen Welt kein zweites Mal“, erklärte Weishäupl auf der Veranstaltung. Hillenbrand hatte sogar die Original-Urkunde des bayerischen Königs mitgebracht. Er erläuterte auch, wie die Biergärten entstanden: Der König habe mit dem Erlass von 1812 ein Gewohnsheitsrecht aus dem 18. Jahrhundert legalisiert. Die Münchner Brauereien – damals alle am Stadtrand gelegen – hatten in jener Zeit mit dem Ausschank des kühlen Nasses an Ausflügler begonnen. Zudem pflanzten sie über ihre Lager-Keller schattige Kastanien, um den Kühleffekt zu erhöhen: Ein wunderbarer Aufenthaltsort für heiße Sommertage und lauschige Abende war geboren. Die städtischen Gastwirte witterten jedoch Konkurrenz. Daher intervenierten sie beim Monarchen, der prompt den Brauereien den Verkauf von Speisen verbot – worauf die Bürger ihre eigene Brotzeit mitbrachten. Dieses „Brotzeitrecht“ gilt bis heute. Der Tourismusverband München-Oberbayern stellt heuer den 200-jährigen Geburtstag des Biergartens in den Mittelpunkt seiner Aktivitäten. Zahlreiche Veranstaltungen werden im Laufe des Jahres an dieses Jubiläum erinnern: viele davon in Biergarten-Atmosphäre – wo denn sonst?

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