Internationale Gegenwartskünstlerin im Schloss Dachau.

Katharina Sieverding stellt in der Reihe „Kunst und Bank“ im Schloss bis 21. September politische Foto-Arbeiten aus

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Vor allem ein Triptychon hatte es den Rundgängern angetan. Sie fotografierten sich, wie viele andere Besucher, über den Spiegel in der Mitte des Werkes.

Dachau - Ausstellungstitel als Markenzeichen

Die Deutsche Fotografin Katharina Sieverding saß typisch mit Sonnenbrille, dunkelroten Haaren und dem dunkelroten Lippenstift auf ihrer eigenen Ausstellungseröffnung in der ersten Reihe und lauschte den Reden. 

Die Volksbank Raiffeisenbank Dachau hat gemeinsam mit dem Landkreis, der Stadt und der Bayerischen Schlösserverwaltung die international renommierte Künstlerin ins Schloss geholt. Auf dem Foto: Katharina Sieverding trägt sich im Beisein von Oberbürgermeister Florian Hartmann (rechts) und VR-Bank Vorstand Karl-Heinz Hempel ins Goldene Buch der Stadt Dachau ein.

Die Vernissage der Ausstellung mit dem Titel „Am falschen Ort II“ feierten vielen geladene Gästen aus der Kunst-, Bank- und Politikszene am vergangenen Mittwoch. Sieverding ist für ihre politischen Statements auf großformatigen Foto-Arbeiten bekannt. Und so werden auch in Dachau, vorwiegend auf einer 30 Meter langen und knapp vier Meter hohen diagonalen Wand im Renaissance-Saal Visualisierungen gezeigt, die sich mit „Menschenrechtsverletzung, der Flüchtlingskrise und der NS-Vergangenheit“ auseinandersetzen, wie Bernd Schreiber, Präsident der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen beispielhaft aufzählte. 

Oberbürgermeister Florian Hartmann deutete den Ausstellungstitel „Am falschen Ort II“ als Statement der Stadt. „Früher war Dachau bekannt als eine Künstlerkolonie, Jahrzehnte später wurde Dachau der Inbegriff des menschenverachtenden Terrors der Nationalsozialisten“, sagte der OB. Doch Dachau wisse ihrer Verantwortung für die eigene Geschichte. So sei die Ausstellung ein Stück weit ein Beitrag zur Verteidigung der demokratischen Grundwerte, die aktuell in Deutschland und Europa wieder gefährdet scheinen. 

Die Kuratorin der Ausstellung, Bärbel Schäfer, führte die Besucher mit einer Kunstbetrachtung an die Werke Sieverdings heran und verwies auf den Katalog zur Ausstellung, den Interessierte kaufen können. Alle Redner waren sich einig: Sie sind dankbar eine so bekannte Künstlerin wie Katharina Sieverding im Dachauer Schloss zu haben und stolz darauf, dass sie hier ausstellt. So lies es sich keiner davon nehmen, eine anschließende, private Führung mit Sieverding durch den Schloss-Saal mitzumachen. Zu sehen sind die Arbeiten im Schloss bis 21. September.

mik

Quelle: Dachauer Rundschau

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