Dachau/ MdB Katrin Staffler

Für das Kooperationsverbot

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Zu einem Dialog mit der Bundestagsabgeordneten Katrin Staffler lud der bildungspolitische Arbeitskreis der Dachauer CSU ein.

Dachau - Bundestagsabgeordnete Katrin Staffler berichtete aus den Bundestagsausschüssen „Bildung und Forschung” und „Europäische Angelegenheiten“.

„Was die Qualität unseres Schulsystems betrifft“, steht Bayern im Vergleich zu anderen Bundesländern gut da“, betonte Katrin Staffler, Bundestagsabgeordnete die für die Stimmkreise Dachau und Fürstenfeldbruck. Staffler, die bereits ordentliches Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung ist, wurde im September zur Obfrau der CDU/CSU Fraktion im Deutschen Bundestag der neu-eingerichteten Enquete-Kommission „Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt“ gewählt. Ihrer Ansicht nach bietet die gegründete Enquete-Kommission die perfekte Plattform, darüber nachzudenken, wie die berufliche Aus- und Weiterbildung in Zeiten der Digitalisierung weiterentwickelt werden könne. In Zeiten, in denen Handwerksbetriebe händeringend nach Ausbildungsplätzen suchen, sollten ach Meinung Stafflers alle Mittel und Wege ausgeschöpft werden, dass an den Berufsschulen möglichst viele Schüler mitgenommen werden sollten. Das rief den Widerspruch anwesender Lehrer hervor, die ein Absinken des Leistungsniveaus befürchten. Nach Ansicht eines Berufsschullehrers, der Metzger unterrichtete, täten einige Innungen zu wenig, um Lehrlinge gut auszubilden. Der beschlossene Digitalpakt, der Zuschüsse in Millonenhöhe an die Länder vorsieht, um Lehre und Ausbildung zukunftsfähig zu machen, beurteilten die Anwesenden skeptisch. Überaltete Lehrerkollegien seien für die Digitalisierung nicht mehr zu gewinnen. Außerdem bräuchte es dafür verbindliche Lehrpläne, von der kostenintensiven Ausstattung der Klassenzimmer ganz zu schweigen. Damit genügend Geld in alle 16 Bundesländer fließe, wäre eine ein Aufhebung des Kooperationsverbotes zwischen Bund und Ländern durch eine Grundgesetzänderung notwendig. Staffler sprach sich aber für die Beibehaltung des Kooperationsverbotes aus. Sie setzt auf Bund-Länder Zusammenarbeit und auf Europäische Kooperation, was Digitalisierung und künstliche Intelligenz betrifft. „Allein im Europäischen Verbund kann Deutschland Projekte finanzieren, die weltweit konkurrenzfähig sind“.

kog

Quelle: Dachauer Rundschau

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