Der Wohnort entscheidet

Keine freie Schulwahl für Gymnasien mehr

Im Ignaz-Taschner-Gymnasium ist die Raumsituation aufgrund von aktuell sieben fünften Klassen schwierig.
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Im Ignaz-Taschner-Gymnasium ist die Raumsituation aufgrund von aktuell sieben fünften Klassen schwierig.

„Gehst Du aufs Effner oder Taschner?“, das war viele Jahre die große Frage aller Viertklässler in Stadt und Landkreis Dachau, die aufs Gymnasium wollten. Seit einigen Jahren bot sich auch das Gymnasium Markt Indersdorf als Alternative an. 

Bisher lag die Entscheidung, welches Gymnasium es sein sollte, bei den Kindern und ihren Eltern. Diese Entscheidungsfreit ist jetzt erst einmal vorbei. Der Landkreis Dachau beschränkt ab dem kommenden Schuljahr die Wahlfreiheit bei der Schulwahl ein. In einem Brief an die Eltern der jetzigen vierten Klassen begründet das Sachgebiet 13 des Landratsamts die „Lenkung der gymnasialen Schülerströme“ durch den erhöhten Raumbedarf durch die Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums die zeitgleiche Inbetriebnahme zweier Gymnasien in Karlsfeld und Röhrmoos ab dem Schuljahr 2025/26. So hat das Landratsamt folgende Vorgaben erlassen: Schüler aus den Orten Altomünster, Erdweg, Markt Indersdorf, Weichs, Hilgertshausen-Tandern, Haimhausen, Röhrmoos und Petershausen dürfen ab dem kommenden Schuljahr ausschließlich das Gymnasium Markt Indersdorf besuchen. Dieses soll die Vorläuferkalssen des geplanten Gymnasiums in Röhrmoos aufnehmen.

Die Viertklässler aus Bergkirchen, Hebertshausen, Odelzhausen und Schwabhausen dürfen zwischen dem Josef-Effner-Gymasium Dachau (JEG) und dem Indersdorfer Gymnasium wählen. Dachauer Schüler können sich weiter zwischen dem Ignaz-Taschner- Gymnasium (ITG) und dem Joseph-Effner-Gymnasium entscheiden. Gerade im ITG ist die Raumsituation aufgrund von aktuell sieben fünften Klassen schwierig. Für Karlsfelder Schüler ist nur das Effner-Gymnasium vorgesehen, da dort die Vorläuferklassen für das neue Karlsfelder Gymnasium beheimatet sein werden. Traditionell besuchen viele Karlsfelder zur Zeit das ITG, da sie dorthin bequem mit der S-Bahn anreisen können. Obwohl bis zum Schuljahreswechsel noch einige Zeit vergeht, gibt es von Eltern schon Kritik. „Ich war selbst am ITG und habe mich dort immer wohl gefühlt! Ich hätte mir deswegen auch gewünscht, dass mein Sohn dort hin geht!“, sagt eine Bergkirchner Mutter der DACHAUER RUNDSCHAU.

Landrat Stefan Löwl bittet um Verständnis: „Wir werden jetzt alle etwas auf die Zähne beißen müssen, neben den Schulfamilien auch Kinder, Eltern und die Verwaltung. Dafür steht dann zum Schuljahr 2025/26 der Umzug in hochmoderne Schulgebäude mit optimalen Lernbedingen an.“, versprach Löwl. Von der Regel ausgenommen sind Geschwisterkinder. Diese können die gleiche Schule, die ihre Brüder und Schwestern besuchen, auswählen.

hi

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