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Karlsfeld prüft eigene Kita-App

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App für Kitas
Ob diese Kita-Apps den Ansprüchen der Karlsfelder Kindertagesstätten und den Eltern genügen, ist damit nicht geklärt © Sponder

Nach anfänglichen Bedenken gegen eine „Machbarkeitsuntersuchung einer Kita-App für die gemeindlichen Kindergärten“ wie es die Karlsfelder CSU-Fraktion in ihrem Antrag formuliert hatte, stimmten die Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung im Bürgerhaus-Saal doch alle zu. 

„Ich bin grundsätzlich eine Freundin der Digitalisierung“, erklärte Venera Sansone (SPD). „Aber müssen wir das Rad neu erfinden?“ Im Internet finden sich mindestens zwei einschlägige Angebote. Inwieweit diese den Karlsfelder Bedürfnissen entsprechen, ist damit noch nicht geklärt.

Skeptisch äußerte sich auch der Fraktionssprecher des Bündnisses für Karlsfeld, Adrian Heim: „Ich komme aus der Wirtschaft und da ist die Wirtschaftlichkeit oberstes Gebot. Wenn der Nutzen höher als die Kosten ist, dann bin ich dabei. Sonst können wir uns das angesichts unserer Haushaltslage nicht leisten.“ Erst einmal ablehnend äußerte sich auch Fraktionsvorsitzende Heike Miebach vom Bündnis 90 / Die Grünen: „Geld für die Machbarkeitsstudie einer solchen App auszugeben passt nicht zur derzeitigen Gebührenerhöhung in unseren Kindertagesstätten.“ Karlsfeld habe derzeit wichtigere Baustellen als diese App.

Doch die geballte Skepsis konnten Finanzreferent Stefan Theil (CSU) und weitere CSU-Fraktionsmitglieder zerstreuen. Theil erinnerte daran, dass die Eltern zu Beginn der großen Ferien, als viele schon in Urlaub waren, ein Schreiben erhielten. Demnach sei der Besuch von Schulen und Kindertagesstätten im neuen Schuljahr nur getesteten Schülern möglich. „Da wäre eine App sehr zielführend und hilfreich gewesen.“ Andreas Froschmayer argumentierte, im Interesse der Qualität der Karlsfelder Kitas sei diese App eine sinnvolle Investition und Bürgermeister Stefan Kolbe meinte, so eine App wäre wenigsten so eine Prüfung wert. Nach einstimmigem Votum soll nun die Verwaltung die Sache weiterverfolgen und dann dem Haupt- und Finanzausschuss vorlegen.

srd

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