Staufrei von Dachau nach München schweben

Stefan Bögl und Stefan Löwl
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Transport System Bögl – Stefan Bögl (links), Vorstandsvorsitzender der Firmengruppe Max Bögl mit Landrat Stefan Löwl.

Dachau – Karlsfeld – München ohne Stau und in einem attraktiven Takt. Diese Vorstellung wäre ein echte Alternative zum täglichen Verkehrskollaps.

Mit der „Transport System Bögl“ könnte dies in nicht allzu ferner Zukunft Wirklichkeit werden. Der Landkreis Dachau ist nun dieser Vision einen weiteren Schritt nähergekommen. In der vergangenen Woche besuchten Mitglieder des Umwelt- und Verkehrsausschusses und andere Interessierte Verkehrsakteure den Firmensitz von Max Bögl in der Oberpfalz. Dort befindet sich auch eine Magnetschwebebahn-Teststrecke der Firma. Im Zuge einer Probefahrt konnte sich die 26-köpfige Delegation ein eigenes Bild vom Transport System Bögl (TSB) machen. Die Bahn schwebt berührungslos entlang der flexibel gestaltbaren Trasse und ist dadurch vibrations- und verschleißarm sowie nahezu geräuschlos. Dabei benötigt sie keinen eigenen Fahrer und kommt für ein zuverlässiges, flexibles und emissionsarmes ÖPNV-Angebot im künftigen Nahverkehr in Frage. Neben einer Demonstrationsstrecke in China wird bald am Hamburger Hafen eine Cargo-Transport-Teststrecke in Betrieb genommen.

Eine Machbarkeitsuntersuchung von 2020 im Raum München hat gezeigt, dass drei der vier untersuchten Korridore positive Kosten-Nutzen-Verhältnisse aufweisen, darunter auch eine Trasse von Dachau in den Münchener Norden. Laut Prognosen könnten solche Angebote Verlagerungen vom privaten PKW auf den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bewirken. Hierfür stellt das TSB ein platzsparendes und kosteneffizientes System dar. Im Zuge eines Systemvergleichs für den Korridor „München – Karlsfeld – Dachau“ soll in einer Untersuchung der TSB den Optionen einer Schnellbusverbindung, Tram- oder U-Bahn-Verlängerung gegenübergestellt werden. Landrat Stefan Löwl fasst zusammen: „Ich bin sehr gespannt auf den Vergleich und hoffe, das TSB bald innerhalb Bayerns in der Praxis nutzen zu können. Im Hinblick auf eine mögliche Internationale Bauausstellung für die Region München zum Thema Mobilität würde ich mir die Realisierung eines derart innovativen Verkehrsmittels wünschen. Den Einsatz auf der Strecke zwischen München und Dachau kann ich mir gut vorstellen.“

Auch für den Korridor entlang der Autobahn A8 zeigte sich die Delegation überzeugt, dass das TSB ein attraktives Alternativangebot zum Umstieg vom PKW auf den ÖPNV bieten könnte.

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