Krieger- und Soldatenverein erinnerte an Tote und Vermisste.

Nach der Eucharistiefeier in der Kirche St. Gabinus, zogen die Fahnenabordnungen und Dorfbewohner zum Kriegerdenkmal in Unterweikertshofen.
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Nach der Eucharistiefeier in der Kirche St. Gabinus, zogen die Fahnenabordnungen und Dorfbewohner zum Kriegerdenkmal in Unterweikertshofen.

Traditionell wird in Unterweikertshofen der Opfer von Krieg und Gewalt immer eine Woche nach dem Volkstrauertag, nämlich am Totensonntag gedacht. Im Anschluss an die Eucharistiefeier in der Kirche St. Gabinus, zogen die Fahnenabordnungen und Dorfbewohner angeführt von der Blaskapelle Odelzhausen zum Kriegerdenkmal. Nach dem kirchlichen Teil von Pfarrer Mayer sprach der Erste Bürgermeister der Gemeinde Erdweg Christian Blatt sowie der VDK-Ortsvorsitzende von Erdweg Anton Traurig Worte des Gedenkens und der Mahnung an die Anwesenden am Ehrenmal.

Im Anschluss daran hielt der Erste Vorstand des Krieger- und Soldatenvereins (KSV) Unterweikertshofen, Andreas Suppmair, seine Rede. Im Zuge des diesjährigen Volkstrauertages feierte der Krieger- und Soldatenverein Unterweikertshofen auch sein 150-jähriges Bestehen. Neben den Fahnenabordnungen der Dorfvereine fand sich auch die Fahnenabordnung des Krieger- und Soldatenvereins Sittenbach mit seinem Vorsitzenden Dieter Schwarzer ein. Der Krieger- und Soldatenverein Sittenbach stand den Unterweikertshofenern bereits 1922 als Patenverein zur Seite. Auch die Kameraden der Reservistenkameradschaft Dachauer Land ließen es sich nicht nehmen, wieder die Ehrenwache mit Stabsgefreitem Othmar Unterreitmeier und Hauptgefreitem Martin Walter zu stellen. Und auch der Erdweger Albürgermeister Michael Reindl war vor Ort. Zum Jubiläum hat der Verein das Kriegerdenkmal restaurieren lassen und eine neue Gedenkplatte für die Feldzugsteilnehmer 1866 und 1870/71 und somit zur Erinnerung an seine Gründungskameraden angebracht.

Der Krieger- und Soldatenverein wurde 1871 nach dem deutsch-französischen Krieg von Heimkehrern gegründet. Vom Gründungsjahr bis zum Ende des Ersten Weltkrieges konnten jedoch keine Aufzeichnungen gefunden werden. Einzig das metallene Vereinstaferl ist aus dieser Zeit erhalten geblieben. Am 26. Dezember 1921 wurde der Verein dann wieder gegründet. Am 9. Juli 1922 fand die feierliche Fahnenweihe und Einweihung des Kriegerdenkmals statt. Bis zum Zweiten Weltkrieg war ein reges Vereinsleben im Gange.

Noch während des Zweiten Weltkrieges, im Jahre 1943 wurde der Verein aufgelöst. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Verein schließlich wieder neu belebt. Seither ist der KSV, als einer der Traditionsvereine, wieder fester Bestandteil der Dorfgemeinschaft und trägt durch verschiedene Veranstaltungen im Jahr zum Dorfleben bei. Ebenso organisiert er seit Jahrzehnten die Sammlung des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge in den Ortsteilen Unterweikertshofen, Guggenberg und Langengern.

Mit der Gedenkfeier am Ehrenmal, die jedes Jahr am Totensonntag stattfindet, hält der Verein die alte Berufung des Vereins - das Gedenken an die gefallenen und vermissten Kameraden der Weltkriege aufrecht. Gleichzeitig wird aller Opfer von Krieg und Gewalt gedacht. Das geplante große Fest musste im September ausgesetzt werden, aber sobald es die Lage zulässt, und eine gewisse Planungssicherheit herrscht, will man es auf jeden Fall nachholen.

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