Kriminalitätsstatistik 2020 für den Landkreis Dachau

19 Prozent mehr Sexualvergehen im Landkreis Dachau

Grafik: Zehn-Jahres-Vergleich der Straftaten im Landkreis Dachau
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Zehn-Jahres-Vergleich der Straftaten im Landkreis Dachau. Die Statistikkurve ist weiter auf dem absteigenden Ast.

Den größten Anteil an Straftaten nehmen mit 24,7 Prozent (%) Diebstahl-Delikte ein. Bei 15,6 % aller Vergehen handelt es sich Vermögens- und Fälschungsdelikte. Insgesamt 4.587 Straftaten hat die Polizei Dachau im Landkreis Dachau im Jahr 2020 registriert (ohne Verkehrs- und Staatsschutzdelikte). 

Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr 2019 einem Rückgang um minus 1,7 %. Die Kriminalitätsbelastung betrug damit 2.961 Straftaten pro 100.000 Einwohner. Der Vergleichswert für Gesamt-Bayern beträgt hier 4.528 Delikte. Ohne Berücksichtigung ausländerrechtlicher Delikte ergibt sich für den Landkreis Dachau eine Kriminalitätsbelastung von 2.852 Straftaten pro 100.000 Einwohner (Gesamt-Bayern: 4.291). Die Aufklärungsquote für das Jahr 2020 beträgt 65 % und stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 %-Punkte an. Bei Betrachtung der letzten zehn Jahre liegt die Zahl der Straftaten 2020 erneut weit unter dem Durchschnittswert von 5.159 Straftaten.

Körperverletzungs-Delikte sind mit einem Anteil von 12,2 % aller Straftaten vertreten.

Im Einzelnen wurden unter anderen drei Tötungsdelikte (davon zwei Versuche) registriert (gegenüber vier im Jahr 2019), 106 Sexualdelikte (plus 19,1 % im Vergleich zu 2019), 1.133 Diebstähle (plus 1,2 %), 560 Körperverletzungs-Delikte (minus 7,9 %), 695 Sachbeschädigungen (plus 4 %), 341 Rauschgiftdelikte (plus 29,7 %), 203 Ladendiebstähle (plus 69,2 %), 327 Fahrraddiebstähle (plus 16,4 %).

Die Zahl der registrierten Wohnungseinbruch-Diebstähle blieb mit 48 Fällen unverändert.Die Zahl der registrierten Fälle Häuslicher Gewalt ist mit 150 im Vorjahresvergleich (151) nahezu gleich geblieben.

Ohne Berücksichtigung ausländerrechtlicher Delikte beträgt der Ausländer-Anteil an den ermittelten Tatverdächtigen 39,7 % - ein Anstieg um 1,7 %-Punkte gegenüber dem Vorjahr.

Zuwanderer, das heißt Asylbewerber oder Personen mit Flüchtlingsstatus und Personen, die sich illegal aufhalten, sind mit einem Anteil von 10,1 % aller Tatverdächtigen (minus 0,2 %-Punkte im Vergleich zum Vorjahr) vertreten.

Der Anteil der Kinder, Jugendlichen und Heranwachsenden (Personen unter 21 Jahre) an den ermittelten Tatverdächtigen liegt bei 20,2 % (minus 1,4 %-Punkte).

Bei Betrachtung der einzelnen Gemeinden des Landkreises wurden im Verhältnis zur Einwohnerzahl die meisten Straftaten in Petershausen mit 41 Delikten - jeweils pro 1.000 Einwohner - registriert, in Dachau 40 Delikte; die geringste Belastung weist mit 11 Delikten Pfaffenhofen an der Glonn auf. Die Vergleichswerte der übrigen Gemeinden betragen: Altomünster 18 Delikte; Bergkirchen 39; Erdweg 16; Haimhausen 18; Hebertshausen 25; Karlsfeld 31; Markt Indersdorf 24; Odelzhausen 29; Röhrmoos 17; Schwabhausen 15; Sulzemoos 34; Hilgertshausen-Tandern 11; Vierkirchen 25; Weichs 16.

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