Nachhaltigkeit in der Kunstszene

Künstler recyceln ihre Kunstwerke

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Bei der aktuellen Austellung der Künstlervereinigung Dachau verwendeten die Künstler alte Werke.

Dachau - KVD-Mitglieder interpretieren Bilder, Skulpturen und Objekte neu.

Übermalt, auseinander geschnittenen, umgedreht, ausgegraben: Mitglieder der die Künstlervereinigung Dachau (KVD) haben Möglichkeiten gefunden eigene alte Werke zu recyclen. 

Denn „recycled“ ist das Thema der aktuellen KVD-Ausstellung, die noch bis 22. Dezember geöffnet ist. Heuer mussten die Neumitglieder ran, denn die jährliche Mitglieder-Ausstellung konzipieren immer andere Mitglieder. Sie schufen eine abwechslungsreiche Ausstellung, die dem aktuellen Thema der Wiederverwertung neue Aspekte abgewinnt. Dass das Thema gut ankam, zeigt die Vielzahl der Werke, die sich an den Wänden der Galerie wiederfinden. 29 Mitglieder stellen 55 Werke aus. Keramikkünstlerin Claudia Flach beispielsweise häkelte ihrer Vase in Frauenkörperform einen gelben Bikini. 

Andreas Kreutzkam drittelte seinen Holzschnitt und hing anders herum auf, sodass die vertikalen Linien zu Horizontalen wurden. Anna Dietze kratzte neue Motive in ihre Glastür des „Tiny Ateliers“, die schon bei der Raus-Ausstellung im Sommer ausgestellt war. Mette Therbild zerriss ihre drei Aquarelle in Schnipsel und machte aus ihnen neue Bilder. KVD-Vorstand Johannes Karl übermalte ein altes Bild mit einem farbenfrohen Pinguin. Mitorganisator Marian Wiesner buddelte seine Holzskulptur von einem Frauenkopf nach etwa drei Jahren aus seinem Garten wieder aus. „Die Pilze haben das recyceln übernommen“, erklärte der Land-Art Künstler. Für den Standfuß benutzte er Beton und einen alten Autoreifen. Neumitglied Michi Braun übermalte Drucke von 1987 und setzte die als Collage auf eine alte Satellitenschüssel. Das Thema kam natürlich nicht zufällig: „in Zeiten von Klimaschutz wird das Thema Recycling immer wichtiger“, erzählte er. 

Deshalb wollte er, dass sich auch einmal Künstler kreativ mit dem Thema auseinandersetzen. Er erklärte auch, was es mit dem Faden-Vorhang und den daran befestigten Fotos auf sich hat: „Die Idee ist erst bei der Hängung entstanden. Hier können die Besucher Fotos von den Originalzuständen der bearbeiteten Werke finden.“

mik

Quelle: Dachauer Rundschau

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