Wenn der Alarm am Flughafen losgeht...

Künstliche Gelenke können Alarm auslösen

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Dr. Michael Scherer, Orthopädie-Chefarzt im Dachauer Helios Klinikum

Dachau - Das Helios Klinikum Dachau rät immer einen Implantatpass im Reisegepäck mit sich zu führen.

Obwohl Schmuck und Geld im Plastikschälchen liegen, ertönt manchmal ein Warnsignal im Flughafen, wenn die Reisenden durch den Sicherheits-Check gehen. 

Die Menschen, die eine Endoprothese besitzen – in Form eines künstlichen Ellbogen-, Finger-, Hüft-, Knie-, Schulter- oder Sprunggelenks – werden häufig mit diesem Piepton konfrontiert. Das betrifft auch Passagiere mit einer Prothese, die eine Gliedmaße oder einen Teil einer Gliedmaße ersetzt. Auch Menschen, die einen komplizierten Bruch erlitten und Drahtschlingen, Platten, Nägel und Schrauben zur Stabilisierung einer Fraktur erhalten haben, können mit dem jeweiligen Implantat den Alarmton auslösen. 

Denn Metalldetektoren bei der Sicherheitskontrolle, die Waffen oder gefährliche elektronische Geräte aufspüren sollen, reagieren bei jedem Kontakt mit Metall. Orthopädie-Chefarzt Professor Dr. Michael Scherer aus dem Helios Klinikum Dachau rät deshalb: „Patienten sollten sich unbedingt vor Ihrer Flugreise einen Gelenk-, Implantat- oder Prothesenpass geben lassen.“ Der Pass, den die Klinik ausstellt, enthält Informationen zu Alter, Größe, Material und Sitz des Fremdkörpers.

red

Quelle: Dachauer Rundschau

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