Rückkehr des Kult-Festivals

Fast ein kleines Tollwood in Dachau

 Kult Festival in Dachau
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Wieder einmal Ausnahmezustand auf der Ludwig-Thoma-Wiese: Musik, Workshops, Kinderprogramm, Foodtrucks und Kunst.

Ein Kult Festival kam zurück. Vier Tage lang fanden es auf der Ludwig-Thoma-Wiese Musikveranstaltungen, Workshops und Kinderprogramme statt, es gab Essensstände, Kunst und jede Menge gut gelaunte Menschen. Die Organisatoren sind glücklich mit ihrem Revival nach 21 Jahren. Mitorganisator Frank Donath schwärmte.

„Man vergisst ein wenig, dass man Mitten in Dachau ist“, stellt er fest und erzählte: „Von einigen habe ich gehört, dass sie die Atmosphäre an ein kleines Tollwood erinnert.“ Wie in München war auch in Dachau das Thema Nachhaltigkeit wichtig.

Donath blicke auf die vergangenen Tage zurück. Schade sei es gewesen, dass die ersten beiden Tage verregnet waren, doch das Wochenende habe Einbußen wieder hereingeholt. An den schönen Tagen seien bis zu 500 Personen auf dem Gelände gewesen. Auch die meisten Konzerte waren fast ausverkauft: „Wir kommen wohl bei null raus“, bilanzierte er und sieht das positiv. Denn das Kult 21 sei anders als das Tollwood keine Profit-Veranstaltung.

Über 30 Sponsoren finanzierten das Dachauer Festival. Ein Team aus 140 ehrenamtlichen Helfern hat die viertägige Veranstaltung auf die Beine gestellt und am Laufen gehalten. Eine Menge wie Donath findet. „Ich bin vor allem froh, dass viele junge Leute mitgeholfen haben“, sagt er.

Wie die 23-jährige Liza Lohmann, welche die Programmleitung übernommen hat. Von Kabarett über Rock und Jazz bis hin zu Pop und Hip Hop war alles dabei. „Das heutige Programm ist ein krasser Kontrast zu dem Gestern“, sagte die Studentin und bezog sich auf den Freiraum Jam vom Vortag. So sei auch das Publikum bunt durchgemischt gewesen. Donath hofft, dass Organisationstalente wie Lohmann irgendwann das Kult übernehmen können.

Er plant also für die Zukunft – aber: „Jährlich ist das ehrenamtlich nicht zu stemmen, wir könnten uns vorstellen, es vielleicht im Zweijahres-Rhythmus zu organisieren.“ Vielleicht wären dann mehr Zelte und noch mehr Ideen drin. Natürlich hofft er beim nächsten Mal, sich weniger um Corona-Maßnahmen Gedanken machen zu müssen.

Nun gilt seiner Sorge zunächst dem Abbau: „Wer am Mittwoch beim Abbau helfen kann, kommt einfach vorbei, denn wir sind froh über jede Unterstützung“, sagt er mit Blick auf die Sitzgelegenheiten, Zelte und Bühnen, die an diesem späten Sonntagnachmittag noch reichlich genutzt werden.

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