Neujahrsfest

Schneemädchen statt Christkind

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Snegurochka und Großväterchen Frost tanzten und sangen mit den Kindern.

Dachau - Kultur- und Integrationsverein „RuBiKI“ feierte traditionelles russisches Neujahrsfest. Weihnachten ist am 6. und 7. Januar.

Großväterchen Frost und seine Enkelin Snegurochka (das Schneemädchen), begleitet vom unsterblichen Zaren Koschtschej und der Hexe Baba Jaga, den beliebtesten Figuren russischer Märchen, feierten im Adolf-Hölzel-Haus mit zahlreichen russischstämmigen Familien mit Kindern aus Dachau das traditionelle russische Neujahrsfest. Rund 200 Gäste versammelten sich, um das festliche Theaterstück zu genießen und danach gemeinsam im Kreis zu tanzen und bekannte russische Neujahrslieder zu singen. Die erste Vorsitzende des russischen Kultur - und Integrationsvereins (RuBiKI) Sofia Molleker, die diese Feier organisiert hat, sagte: „Für unseren Verein ist es von großer Bedeutung, zwei Kulturen miteinander zu verbinden. Wir möchten die Kinder, die russische Wurzeln haben, mit Bräuchen ihrer Eltern und Großeltern vertraut machen, damit sie beide Kulturen kennen, verstehen und respektieren“. Übrigens ist nicht Weihnachten, sondern die Neujahrsfeier (Silvester) ein Höhepunkt im russischen Festkalender, denn mit der Revolution 1917 wurde das christliche Weihnachtsfest abgeschafft und bestimmte Bräuche zum Neujahresfest übernommen. Obwohl Weihnachten am 7. Januar (nach dem julianischen Kalender) seit 1991 wieder offizieller Feiertag ist, bleibt das Neujahrsfest bis heute der höchste Feiertag in Russland. Statt des Christkinds kommen zum Fest die Figuren aus der russischen Folklore Großväterchen Frost und seine Enkelin, das Schneemädchen. Eine der Besucherinnen der Neujahrsfeier sagte: „Mein Mann und ich wohnen schon seit 20 Jahren in Deutschland. Obwohl unsere Eltern in Russland Weihnachten am 7. Januar feiern, begehen wir dieses Fest am 24. Dezember. Das finde ich stimmig, weil in Deutschland nur im Dezember die Weihnachtsfreude in der Luft liegt“. Ein anderer Festbesucher fügte hinzu: „ Wir feiern auch Weihnachten am 24. Dezember, weil unsere Kinder schon hier geboren wurden und für sie dieses Fest eine schöne Tradition ist. Außerdem diskutiert selbst Russland zur Zeit darüber, ob nicht Weihnachten auf den 24. Dezember vorverlegt werden sollte, da gläubige Menschen während Silvester fasten und das Neujahrsfest kulinarisch kaum feiern können.“

dar 

Quelle: Dachauer Rundschau

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