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Kunstauktion zugunsten der Ukraine bringt 10.055 Euro ein

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Von: Miriam Kohr

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Trotz dem Spaß am Auktionstag ist jedem klar: Der Krieg muss aufhören.
Trotz dem Spaß am Auktionstag ist jedem klar: Der Krieg muss aufhören. © Kohr

10.055 Euro sind bei der Kunstauktion zusammengekommen. Ein Ergebnis das sich Initiator Bruno Schachtner und sein Künstlerkollege Heinz Eder am Anfang ihrer Pläne niemals ausgemalt hätten. „Wir wurden von Kunstwerken überrannt“, erzählt der erfahrene Auktionator und Galerist Josef Lochner. 

„Wir haben mit bis zu 40 Werken gerechnet, am Ende waren es 108 Kunstwerke, welche unter den Hammer kamen“, erzählte der Galerist, der für die Kunstwerk-Liste extra eine Nachtschicht einlegen musste. Mitglieder der KVD, der Freien Malgruppe Dachau sowie weitere Künstler und Sammler gehörten zu den Spendern. 75 Werke wurden am Nachmittag in zweieinhalb Stunden im Adolf-Hölzl-Haus versteigert, einige verkauften sich noch am Tag danach bei der Nachschau. Das war alles nur möglich, weil neben Schachtner, Lochner und Eder noch weitere Ehrenamtliche mitarbeiteten.

„Wir sind natürlich überwältigt, was in der kurzen Zeit zustande kam und danken allen Beteiligten“, sagt Schachtner und erklärt: „Das Geld überbringt Johann Ramsteiner vom Dachauer BRK persönlich dem Bürgermeister von Ivano-Frankiwsk, wo es den Ukrainern vor Ort helfen soll.“ Das Höchstgebot an diesem Nachmittag waren 1.400 Euro für ein großformatiges Gemälde mit dem Titel „483“ vom Künstler Richard Wurm. Die höchste Differenz vom Start- zum Endgebot machte eine Skulptur von Wolfgang Sand, die schließlich für 500 Euro vom Auktionstisch ging. „Es gab einige Bietergefechte, die länger gedauert haben“, erinnert sich Lochner. So auch für ein Gemälde von Paul Havermann oder eine Lithografie von Klaus Herbrich.

Schachtner hofft inständig, dass eine zweite Autkion nicht von Nöten sein wird. Denn trotz dem Spaß am Auktionstag ist jedem klar: Der Krieg muss aufhören.

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