Er war am längsten im Amt.

Am längsten Bürgermeister

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Katharina Wirthmüller, Anton Wirthmüller, Bürgermeister von Odelzhausen, Markus Trinkl, ehemaliger Landrat Hansjörg Christmann (von links nach rechts) feierten zusammen Wirthmüllers 90. Geburtstag.

Odelzhausen - Anton Wirthmüller aus Odelzhausen war 28 Jahre im Amt. Jetzt feierte er seinen 90. Geburtstag.

Anton Wirthmüller aus Odelzhausen konnte vor kurzem seinen 90. Geburtstag feiern. 

In seiner Heimat war er bisher am längsten im Bürgermeisteramt – insgesamt 28 Jahre und über 40 Jahre saß er im Kreistag. Die Politik interessiert ihn immer noch, er appelliert: “Wir müssen schauen, dass wir die Gesellschaft zusammenhalten und es nicht zu Weimarer Verhältnissen kommt.” Denn er kennt andere, grausige Zeiten. Als kleiner Bub, 1929 geboren, wuchs er während des zweiten Weltkrieges auf. Heute betont er: “Wir haben nun seit fast 75 Jahren Frieden, das soll so bleiben. Das ist mir ein wesentliches Anliegen.” Bevor die Politik sein Beruf wurde, machte Wirthmüller eine Müllerlehre in dem elterlichen Betrieb in Odelzhausen. Ab 1968 bis 1996 war er fast drei Jahrzehnte Bürgermeister: Die Gebietsreform stand an und die Verbandsschule wurde neu gebaut. Weitere Projekte waren die Straßenerschließung, Kanalbau und die Entwicklung des Gewerbegebiets. Wenn Wirthmüller zurückschaut, ist er zufrieden: “Aber ich vermisse das Amt nicht. Irgendwann reicht‘s, wenn man 30 Jahre Dienst getan hat.” Für seine Verdienste bekam er 1998 die kommunale Verdienstmedaille in Silber vom damaligen bayerischen Innenminister Günther Beckstein. Außerdem gibt er Tipps, um ein hohes Alter zu erreichen: “Ich hab mir darüber eigentlich nie viele Gedanken macht. 

Aber ich werde von meiner Frau Katharina sehr gut versorgt und es ist wohl wichtig, dass man immer am Weltgeschehen interessiert bleibt.” Seinen 90. Geburtstag feierte er in Odelzhausen mit Bürgermeister Markus Trinkl, dem ehemaligen Landrat Hansjörg Christmann, Altbürgermeister Konrad Brandmair und Stefan Kiemer, Gemeinderäten sowie Vereinsvorständen. Trinkl überreichte ihm ein Bildnis eines alten Stichs der Gemeinde von 1750. Auch mit der Familie wurde natürlich gefeiert, dazu gehören die zwei Söhne Anton und Richard, vier Enkel und eine Urenkelin.

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Quelle: Dachauer Rundschau

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