Lärmmessungen um den Odelzhausener Forst

Windkraftgegner lassen nicht locker

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Drei der fünf Windräder stehen jetzt im Odelzhausener Forst - sehr zum Ärger der Gegner. Diese wollen nicht aufgeben.

Altomünster/Odelzhausen - Die Bürgerinitiative „Unser Wald“ gibt sich noch nicht geschlagen. Obwohl mittlerweile drei der fünf geplanten Windräder im Wald zwischen Miegersbach, Hadersried und Hohenzell errichtet sind und die restlichen beiden unmittelbar vor der Fertigstellung stehen.

 In den letzten Wochen hat ein Gutachter die Lärmkulisse rund um das Forststück erfasst. Der BI-Chef Martin Heitmeir erklärt: „Wir warten jetzt auf die Inbetriebnahme der Räder und werden dann genau prüfen lassen, wie stark die Windräder uns Bürger zusätzlich mit Schallwellen belasten.“ Er betont, dass „alle Frequenzen gemessen werden. Auch die für den Menschen besonders schädlichen tiefen Frequenzen.“

Auswirkungen von Infraschall zu wenig getestet

Das Problem: Der sogenannte „Infraschall“ mit Geräuschimmissionen im nicht-hörbaren Frequenzbereich ist wissenschaftlich heftig umstritten. Das Landesamt für Umwelt stellte im März fest: „Liegen die Pegel des Infraschalls unterhalb der Hörschwelle, konnten in Studien am Menschen bisher keine Wirkungen auf das Gehör, auf das Herz-Kreislauf-System oder andere Symptome beobachtet werden.“ Allerdings räumen die staatlichen Wissenschaftler auch ein: „Bisher liegen jedoch nur wenige Studien zu den Wirkungen des Infraschalls unterhalb der Hörschwelle vor.“

Bei Ergebnissen über dem Grenzwert eine Nachtabschaltung?

 Heitmeier konterte: „Die Behörden sind wieder meilenweit hinter dem Stand der Technik zurück.“ Er kündigt an: „Wenn die Grenzwerte überschritten werden, werden wir eine zusätzliche Nachtabschaltung einfordern.“ Derweil hat der Altomünsterer Gemeinderat beschlossen, die Kosten der Messungen zur Hälfte zu tragen, bis zu einem Betrag von 28.000 Euro.

kho

Quelle: Dachauer Rundschau

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