Information zum Thema Pflege

Landkreis Dachau bekommt einen Pflegestützpunkt

 Bernhard Seidenath Josef Mederer, Landrat Stefan Löwl und AOK Bayern Direktor Maximilian Georg
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Bei der Vertragsunterzeichnung herrschte eine optimistische Stimmung, dass die Umsetzung bis zum Ende des Jahres gelingen werde.

Einen Vertag dafür unterzeichneten Landtagsabgeordneter Bernhard Seidenath, Bezirkstagspräsident Josef Mederer, Landrat Stefan Löwl und AOK Bayern Direktor Maximilian Georg . 

„Pflegestützpunkt bedeutet, dass es eine Anlaufstelle gibt, in der Ratsuchende zu allen Anliegen rund um das Thema Pflege informiert werden“, erklärte Mederer, der sich seit 2017 darum bemüht „eine wohnortnahe, neutrale und umfassende Pflegeberatung“ anbieten zu können. Den formalen Beschluss hatte der Dachauer Kreistag bereits 2018 gefasst. Die Kosten für den Pflegestützpunkt übernehmen zu zwei Dritteln die Pflege- und Krankenkassen.

Georg gab zu, dass sich die Kassen zu Beginn gesträubt hätten, Geld für Pflegeberatung anzubieten, die sie auch im eigenen Haus hatten: „Mittlerweile sehen wir die Notwendigkeit, weil wir an unsere Grenzen gestoßen sind.“

Mit dem Vertrag erweitert sich die Liste der Pflegestützpunkte in bisher neun Landkreisen auf zehn. Bis zum Ende des Jahres sollen 15 Landkreise mit einem Stützpunkt versorgt werden können. Aktuell gehe es darum Räumlichkeiten für die Geschäftsstelle anzumieten, damit zweieinhalb Vollzeit- Fachkräfte im Herbst ihre Arbeit beginnen könnten, blickte Löwl voraus. Es werde feste Öffnungszeiten geben und die Mitarbeiter aufsuchende Arbeit in Form von Vorträgen in Gemeinden leisten, ergänzte er. Angestellt seien die Fachkräfte bei der Genossenschaft Gesundheitsregion plus, die laut Seidenath „alle Akteure des Gesundheitsbereich bündelt und ein Geflecht von Leistungsträgern bildet“.

Er sieht den Stützpunkt als Wegweiser für Ratsuchende, die „oft plötzlich und unvorbereitet mit der Pflege eines Angehörigen konfrontiert werden.“ Er wies darauf hin, dass die Pflegebedürftigkeit steige und um eine humanitäre Katastrophe zu verhindern, brauche es diese Angebote.“

Löwl ergänzte an der Stelle, dass die entstehende Geschäftsstelle keine pflegerischen Leistungen erbringen werde, „aber an Fachstellen vermitteln, Unklarheiten beseitigen und Anliegen weiterleiten kann.“ Ein Sahnehäubchen nannte Mederer bei seiner Abschlussbemerkung: „Der Bezirk finanziert zusätzlich eigenständig eine Fachkraft, die einmal pro Woche in der Beratungsstelle Rede und Antwort steht.“

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