Corona-Hotspot im Landkreis Dachau

Corona-Ausbruch in Karlsfelder Seniorenheim

Eine alte Frau im Rollstuhl im Altenheim
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Karlsfelder Seniorenheim wird zum Corona-Hotspot.

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert im Dachauer Landkreis fiel von Montag, 9. auf Dienstag, 10. November leicht auf einen Wert von 243,38

Das veröffentlichte das Dachauer Landratsamt unter www.landratsamt-dachau.de. Am Dienstag, 10. November, Stand 16.30 Uhr, wurden dem Gesundheitsamt 58 Neuinfektionen gemeldet. Insgesamt sind es somit 2.218 Indexfälle, 1.718 davon gelten bereits als genesen, 458 Personen sind aktuell infiziert. Zudem befinden sich derzeit 1.139 Personen in häuslicher Quarantäne. In Zusammenhang mit Corona sind bisher 42 Personen verstorben.

Der Anstieg der 7-Tage-Inzidenz am Wochenende beruhte unter anderem auf dem Infektionsgeschehen in einer Karlsfelder Senioreneinrichtung. Zwischenzeitlich wurden 19 Mitarbeiter sowie 64 Bewohner positiv auf Corona getestet. Zehn der Betroffenen sind im Krankenhaus. „Somit haben wir hier unseren aktuell einzigen Hotspot im Landkreis“, erklärt Wolfgang Reichelt, Pressesprecher des Landratsamtes Dachau. Das Gesundheitsamt stünde im ständigen Austausch mit der Einrichtungsleitung und wäre auch vor Ort. Zur Sicherstellung der Pflege- und Betreuungskräfte werden dort erstmals systematisch die neuen Corona-Schnelltests eingesetzt. Dies bedeute, dass eine tägliche Testung aller vor Ort tätigen Pflege- und Betreuungskräfte im Früh-, Spät- und Nachtdienst stattfinde. Darüber hinaus gelte ein strenges Besuchsverbot in der Einrichtung.

Neben diesen Neuigkeiten, gelten seit Montag, 9. November, die neuen Regeln des Schulgipfels aus der vergangenen Woche. Ziel sei es, dass, trotz der aktuellen pandemischen Lage, die Schulen grundsätzlich offen bleiben sollen. Im Landkreis Dachau wird aufgrund einer umfassenden Beurteilung der aktuellen Infektionslage in der kommenden Woche an allen Schulen weiterhin Präsenzunterricht stattfinden. Den Schulen wurden überarbeitete Hygieneregelungen sowie Umsetzungshinweise übermittelt. Hierzu zählt die generelle Maskenpflicht an allen Schulen für alle Schulklassen und sonstige Personen. Lüftungskonzepte wurden angepasst, um zusammen mit der Maskenpflicht mögliche Infektionen einzudämmen. Der bisherige Drei-Stufen-Plan des Kultusministeriums ist – vorerst bis Ende November – ausgesetzt. Auch die fachlichen Vorgaben bei Krankheits- und Erkältungssymptomen wurden angepasst.

Aktuell sind, laut Landratsamt Dachau, zehn Schulen mit zwölf Klassen sowie sechs Kindertagesstätten im Landkreis von einem Infektionsgeschehen betroffen.

Aufgrund der hohen und aktuell weiter steigenden Fallzahlen im Landkreis, gelten – neben einer Erhöhung der Testabnahmekapazität vor Ort – seit vergangenem Montag neue Öffnungszeiten in der Teststation in Markt Indersdorf: Montags bis Freitag: 14 bis 18 Uhr sowie samstags, sonntags und an Feiertagen von 9 bis 18 Uhr.

Das Landratsamt bittet um Verständnis, dass Personen, die nach 18 Uhr zum Testzentrum kommen, nicht mehr getestet werden können. Neben dem Testzentrum in Markt Indersdorf gibt es im Landkreis auch zahlreiche Arztpraxen im Landkreis, die Testungen auf Corona-Test vornehmen. Auch diese können genutzt werden.

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