Den Garten igelfreundlich gestalten

Laubbläser vertreiben Igel

Ein Igel im Garten
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Der Bund Naturschutz bittet Gartenbesitzer das Laub liegen zu lassen und den Garten igelfreundlich zu gestalten.

Der Bund Naturschutz warnt alle Gartenbesitzer vor übertriebener Gründlichkeit und bittet zumindest Laubhaufen liegen zu lassen.

Gute Verstecke sind für den Igel überlebenswichtig. Sie finden Winterquartiere unter Holzterrassen, Sträuchern, in Laub- und Holzhaufen oder Geräteschuppen. Der November ist für die Tiere jedoch ein Monat mit Tücken. Manche Igel befinden sich bereits im Winterschlaf. Weibchen und Jungtiere sind aber häufig noch auf der Suche nach Nahrung und einem Quartier für den Winter. Die Ordnungsliebe der Menschen bringt die Suche nach guten Verstecken vollkommen durcheinander. In vielen Gärten wird derzeit Laub gefegt, Hecken geschnitten, der Rasen gemäht - doch vor allem gelärmt. „Laubsauger zerstören Winterquartiere oder vertreiben die Igel durch ihren enormen Lärm“, beklagt Roderich Zauscher, erster Vorsitzender der Kreisgruppe Dachau des Bund Naturschutz (BN). Doch nicht nur Igel sind gefährdet. Die Geräte bedrohen vor allem zahlreiche Kleintiere wie Würmer und Insekten, die durch die Beseitigung des Laubs ihren Lebensraum und die Nahrungsgrundlage verlieren. Also gerade die Tiere, die der Igel als Fleischfresser zum Überleben braucht.

Wilde Ecken mit Laubhaufen im Garten einrichten

Der BN bittet alle Gartenbesitzer, auf Laubsauger und Laubbläser zu verzichten und stattdessen wilde Ecken mit Laubhaufen im Garten einzurichten. Wer keine Möglichkeit für Laub- und Reisigecken im Garten hat, kann den Tieren ein fertiges Igelhaus anbieten und zufüttern. Gefressen werden gerne Rühreier, Katzenfutter, gekochtes Geflügel oder gebratenes Hackfleisch. Milch dagegen schadet den Tieren. Eine flache Schale mit frischem Wasser sollte in keinem Garten fehlen. Achtung: Eine Fütterung ohne zusätzlichen Unterschlupf in der Nähe macht keinen Sinn. Futterstellen werden von Igeln gerne angenommen, finden die Tiere dagegen kein Versteck in der unmittelbaren Umgebung, müssen sie bei kühlen Temperaturen weit laufen und verlieren ihre zuvor angefressene Energie.

Igelfinder sollten sich in jedem Fall die nötige Sachkenntnis aneignen oder im Zweifelsfall fachkundigen Rat einholen. Mehr Infos hierzu gibt es unter www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/tieren-helfen/igel.

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