Nutzen von Luftfiltern in Klassenräumen steht in Frage

Sinnhaftigkeit von Luftfiltern in Klassenräumen zog das Umweltbundesamt in Zweifel

Andrea Degl, Johann Keller, Thomas Karmasin, Maria Els und Stefan Löwl
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(von links): Andrea Degl, Johann Keller, Thomas Karmasin, Maria Els und Stefan Löwl

Die „Sinnhaftigkeit von Luftfiltern in Klassenräumen“ zog das Umweltbundesamt im Februar in Zweifel wie Thomas Karmasin (CSU), der Vorsitzende des Bezirksverbands Oberbayern mit 20 Landkreisen des Bayerischen Landkreistags in Bergkirchens Gasthof Groß (Auf dem Foto von links: Andrea Degl, Johann Keller, Thomas Karmasin, Maria Els und Stefan Löwl) anlässlich einer Pressekonferenz seiner Organisation mitteilte.

Daran habe sich bis heute nichts geändert. Zwar wolle die bayerische Staatsregierung jetzt in sämtlichen Klassenräumen im Freistaat solche Lüfter mit 50 Prozent unterstützen. Aber Karmasin verwies bei allein 18 Schulen in seinem Fürstenfeldbrucker Landkreis auf Investitionskosten in Millionenhöhe für seinen Kreishaushalt. Auch Dachaus Landrat Stefan Löwl (CSU) zeigte sich skeptisch und sagte: „Es fehlen technische Standards, wie viele Geräte pro Klassenzimmer nötig sind.“ Wenn jedoch nur zwei pro Klassenzimmer erforderlich seien rechne er mit bis zu 600 Geräten.

Damit würde bei sieben weiterführenden Schulen in Landkreisträgerschaft plus der kirchlichen Schulen sowie Anschaffungskosten von 3500 bis 5000 Euro pro Klassenraum hier eine enorme Kostenlawine auf den Kreis zurollen. Löwl bemängelte, dass es bisher vom Kultusministerium auch noch keinerlei Förderrichtlinien für solche Lüfter gebe.

Lüfter wälzten Luft nur um und tauschten sie nicht aus, was eigentlich wichtig wäre, erklärte das scheidende geschäftsführende Vorstandsmitglied des Bayerischen Landkreistages Johann Keller. Damit bleibe es im Winter doch wieder nur beim Lüften über die Fenster mit der Folge, dass die Schüler*Innen frieren müssten. Eine andere Unbekannte sprach die Regierungspräsidentin von Oberbayern Maria Els an: Niemand wisse, wie viele Geräte sich auf dem Markt überhaupt beschaffen ließen. Karmasin stellte klar: „Lüfter für alle Klassenräume sind bis Mitte September nie und nimmer zu schaffen.“ Realistisch sei eher Mitte 2022. Kellers Nachfolgerin ab 1. Oktober Andrea Degl betonte, alle vier kommunalen Spitzenverbände teilten die Skepsis hinsichtlich der Lüfter.

Kritisch merkte Thomas Karmasin an, dass es mittlerweile zwar genug Impfstoffe gebe, aber für eine Herdenimmunität der Bevölkerung fehlten noch viele Impfwillige.

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