Rodungsarbeiten im Fußbergmoos

Rodungsarbeiten im Palsweiser Moos sollen bedrohte Arten schützen

Rodungsarbeiten
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Rodungsarbeiten im Fußbergmoos

Weil es bedrohte Arten schützt, finden im Fußbergmoos im Landkreis Fürstenfeldbruck und im Palsweiser Moos in Bergkirchen, Landkreis Dachau, zu Rodungsarbeiten.

Es geht dabei um Larven des Randring-Perlmuttfalters sowie die des Hellen Wiesenknopf-Ameisenbläulings. Beide Arten sind in Bayern Bestand stark gefährdet. Mit den Rodungsarbeiten in den Naturschutzgebieten soll Platz für mehr Artenvielfalt geschaffen werden. Unter anderem geschieht das durch das Anlegen von Feuchtwiesen, wo sie sich vermehren. Wegen der Standortverhältnisse auf den Flächen sind wir zuversichtlich, dass sich dort weitere Hotspots der Artenvielfalt entwickeln können“, erläutert Roderich Zauscher, der Vorsitzende der Bund Naturschutz in Bayern Kreisgruppe Dachau (BN), für das Palsweiser Moos und im Fußbergmoos tätig.

Wertvolle Rückzugsorte für Tiere, Insekten und geschützte Pflanzen

Eugenie Scherb, Vorsitzende der Kreisgruppe Fürstenfeldbruck ergänzt: „Wenn wir alles der Natur überlassen könnten, wäre es uns lieber. Im entwässerten Moor sind extensiv genutzte Feuchtwiesen aber weiterhin rar. Die genutzten Streifen zwischen teilweise intensiv bewirtschafteten Wiesen bilden absehbar wertvolle Rückzugsorte für Tiere, Insekten und geschützte Pflanzen.“Heinz Gibowsky, der für den Bund Naturschutz Landschaftspflegemaßnahmen koordiniert und durchführt sieht das Ganze von der praktischen Seite: „Da kommt noch viel Arbeit auf uns zu. Bis die Flächen als Streuwiesen genutzt werden können, muss zunächst noch der Forstmulcher die Wurzelstöcke roden, dann muss regelmäßig gemäht, teilweise vielleicht auch gemulcht werden, bis der erwünschte Zustand hergestellt ist.“ Das BayernNetzNatur und Biodiversitätsprojekt Palsweiser Moos und Fußbergmoos wird gefördert vom Bayerischen Naturschutzfonds und vom Bezirk Oberbayern. Träger sind der BUND Naturschutz in Bayern e. V. und die Gemeinde Bergkirchen (für Palsweiser Moos). Kooperationspartner ist der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV), Kreisgruppe Fürstenfeldbruck. Flächenankäufe werden auch von der Regierung von Oberbayern aus dem Klimaprogramm 2050 gefördert. Pflegemaßnahmen fördert die Regierung von Oberbayern.

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