Ausbildung im Landkreis Dachau

Im Landkreis Dachau sind noch 241 Ausbildungsplätze unbesetzt

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Für eine Ausbildung bei der Volksbank Raiffeisenbank Dachau haben sich sechs zukünftige Bankkauffrauen und -männer entschieden. Ausbildungsleiterin Julia Bühl und Bankvorstand Thomas Höbel begrüßten sie.

Landkreis - Das Handwerk im Landkreis Dachau startete mit 169 neuen Azubis in das am 1. September beginnende Lehrjahr. Im Industrie-, Handels- und Dienstleistungssektor treten 178 Auszubildende an, was einen Verlust von 13,6 Prozent für die Industrie- und Handelskammer (IHK) entspricht.

2019 registrierte die Handwerkskammer zum gleichen Zeitpunkt 168 neue Ausbildungsverhältnisse. Das Handwerk ist in der Region ein wichtiger Ausbilder: „Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz im Handwerk stehen trotz Corona-Krise gut“, betonte Kreishandwerksmeister Ulrich Dachs. „Dennoch ist jede Form von Unterstützung erforderlich, um junge Menschen für die Berufsausbildung zu gewinnen“, ergänzte Kammerpräsident Franz Xaver Peteranderl. Wegen Corona-bedingtem Wegfall von Infoveranstaltungen zur Berufsorientierung zeigten sich Betriebe flexibel und führten beispielsweise Vorstellungsgespräche per Online-Meeting. Dachs und Peteranderl seien überzeugt, dass es auch 2020 gelingen wird, jedem Jugendlichen eine Lehrstelle anzubieten, der über die nötige Ausbildungsreife und die erforderliche Motivation verfügt.

 Allerdings werden viele Lehrverträge voraussichtlich erst nach dem offiziellen Beginn des Ausbildungsjahres geschlossen. „Dann bestehen auch noch gute Chancen auf eine Lehrstelle“, erklärten Dachs und Peteranderl. Peter Fink, Vorsitzender des Dachauer IHK-Regionalausschusses, sagte: „Die sinkende Zahl an Schulabgängern sowie Auswirkungen der Coronakrise sind im Ausbildungsbereich deutlich zu spüren. Zahlreiche Betriebe suchen weiterhin händeringend nach Azubis, weswegen wir noch bis Ende Oktober mit Neuverträgen rechnen.“ Laut Arbeitsagentur sind derzeit noch 241 Ausbildungsplätze im Landkreis Dachau unbesetzt, darunter auch Lehrstellen im Handwerk und in den freien Berufen. 

Fink ermutigte deshalb bislang erfolglose oder unentschlossene Schulabgänger, sich weiter für eine Ausbildung zu bewerben. Top-Ausbildungsberufe in der Region wären Kaufmann/frau im Einzel-, Groß- und Außenhandel sowie im Bankkaufleute. Die meisten Lehrverträge im Handwerk wurden im Landkreis Dachau in diesem Jahr bislang in den Berufen Kraftfahrzeugmechatroniker/in, Elektroniker/in und Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik geschlossen.

red

Quelle: Dachauer Rundschau

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