Landkreis/ Fünftes Landkreisgymnasium 

Ein Gymnasium für den Westen

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Der Acker neben dem Kinderhaus Bergkirchen ist für die Bebauung des fünften Gymnasiums vorgesehen.

Dachau - Ein neues fünftes Landkreis-Gymnasium in Bergkirchen soll den westlichen Landkreis aufwerten.

Mit einer klaren Mehrheit hatte sich der Kreistag in seiner Sitzung letzte Woche für Bergkirchen als Standort eines fünften Landkreisgymnasiums entschieden. Jetzt hängt alles von der Genehmigung durch das Finanz- und Kultusministerium ab. Wegen stabiler Übertrittsquoten und der Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums (G9) verstärkt sich der Zeitdruck, denn bereits zum Schuljahr 2025/26 muss an jedem Gymnasium bayernweit eine Jahrgangsstufe zusätzlich untergebracht werden. Aber der Ausbau der bereits bestehenden drei Gymnasien in Dachau und Markt Indersdorf ist nur begrenzt oder gar nicht mehr möglich. Das neu entstehende vierte Landkreisgymnasium in Karlsfeld kann die Entlastung für die Schulen in Dachau und Markt Indersdorf auch nicht erbringen, denn durch den Zuzug und die Wiedereinführung des G9 werden auch hier die Schülerzahlen weiter ansteigen. Landrat Stefan Löwl warnte davor, die Genehmigung für Bergkirchen als beschlossene Sache zu betrachten. Denn letztendlicher Entscheider sei das Kultus- und Finanzministerium. Auch die Einrichtung eines musischen Zweiges des fünften Gymnasiums sei einer späteren Entscheidung vorbehalten. Der Landkreis hatte das Instituts für Sozialplanung, Jugend- und Altenhilfe, Gesundheitsforschung und Statistik (SAGS). beauftragt zu prüfen, ob ein Bedarf für ein weiteres Gymnasium bestünde, und welcher Standort im Landkreis in Frage käme.Nach der statistischen Auswertung ist unstrittig, dass durch die Wiedereinführung des G 9 und die Bevölkerungszunahme die Zahl der Gymnasiasten im Landkreis bis 2035 um mehr als 40 Prozent steigen wird. Als Standorte würden Röhrmoos, Hebertshausen und Bergkirchen laut SAGS die Vorgabe einer ausreichenden Zahl an Schülern erfüllen. CSU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Offenbeck setzte sich für den Standort Röhrmoos ein. Wegen fehlender S-Bahn-Anbindung lehne er Bergkirchen ab. Landrat Stefan Löwl pflichtete ihm bei und argumentierte, dass der Standort Bergkirchen deutlich höhere Kosten beim Schulweg nach sich ziehen werde, denn der Transport der Schüler müsse in erster Linie mit Bussen erfolgen. Auch koste der angestrebte musische Zweig zusätzlich Geld, weil er eine aufwendige Ausstattung brauche. Nach Ansicht Gerhard Hainzingers (CSU) reduziere sich der Busverkehr, denn die Schüler aus dem Westen müssten nicht mehr bis Dachau fahren. Bürgermeister Simon Landmann (CSU), war der Überzeugung, dass ein Bergkircher Gymnasium den ganzen westlichen Landkreis aufwerte „Wir haben das Grundstück dafür, und wir haben Fernwärme“, unterstrich er die Vorzüge seiner Gemeinde, die in der Abstimmung des Kreisrats dann auch den Zuschlag bekam. Der Neubau könnte 2025 beginnen.

kog

Quelle: Dachauer Rundschau

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