Der Landkreis will Schnellstrecken für Radelpendler ausbauen.

Landkreis prüft Radl-Schnellstrecken

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Die Radwege im Dachauer Hinterland sollen ausgebaut werden. Nicht alle Kreisräte sind dafür.

Landkreis - Mobilitätsstruktur soll ausgebaut werden.

Neben dem Pilotprojekt, dem Münchner Radschnellweg, der von der Landeshauptstadt nach Garching führen soll, prüfen Experten nun weitere Routen, welche die Stadt mit dem Umland verbinden sollen. 

Dabei kamen auch Strecken im Dachauer Hinterland zur Sprache. Bis Mitte 2020 soll ein Planungsbüro eine Streckenführung erarbeiten. Der Betreff Radschnellwege ist seit einigen Jahren Gesprächsthema im Kreisrat. Doch nun liegt erstmals ein konkretes Datum vor, das die Planungen festlegen soll. Trotzdem scheint sich das Ganze als rechtlich schwierig zu erweisen. Denn tatsächlich gibt es in Bayern keine verlässlichen Regelungen, welche Ebene für den Bau der Radschnellwege zahlt oder für deren Unterhalt und Sicherheit verantwortlich ist. 

Im letzten Kreisauschuss war dieses Problem deswegen wieder ein Diskussionspunkt: Kreisrat Sebastian Leiß (Freie Wähler) kommentierte, dass er den Ausbau dieser aufwendigen Radwege nicht für sinnvoll erachte, da dasGeld in ein Busnetz für alle praktischer wäre: „Der Landkreis kann über seine Businfratruktur selber entscheiden, im Gegenteil zum Bahnnetz. Ich denke, nur durch ausgebaute Radlwege, bringen wir nicht mehr Leute dazu, jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Vor allem nicht über Berg und Tal von Altomünster nach Dachau oder noch weiter.“ 

Andere Kreisräte wie Wolfgang Offenbeck (CSU) und Stefan Löwl als Vorsitzender der Kreisauschussitzung am vergangenen Freitag, sind definitiv für einen Ausbau der Schnellradwege: „Mit dem Ausbau der Wege, lenken wir die Mobilitätskultur. Die Leute werden auf das Verkehrsmittel Fahrrad umsteigen, wenn die Möglichkeiten der Nutzung attraktiver werden.“, erklärte Offenbeck. Löwl gab ihm da recht: „Ich fahre auch immer mehr mit dem Fahrrad. Mit den E-Bikes kann man locker sieben Kilometer im Jaquet zurücklegen, auch wenn es mal hügeliger wird.“ 

Gerade in dem warmen Monaten, könnten dann viel mehr Leute mit dem Radl zur Arbeit fahren. Auf den Einwand von Leiß, was an regnersichen oder kalten Tagen passieren würde, antwortete Löwl, dass „das Wetter noch ein Problem“ sei, dass jedoch alle anderen Faktoren für einen Ausbau der Strecken stünden. 

Weiteres Thema des Kreisauschusses war die Vorstellung einer Machbarkeitsstudie zur Anbindung der Stadt an München. Es stehen mehrere Möglichkeiten, wie eine urbane Seilbahn oder eine Magnetschwebebahn in einem Systemvergleich zur Debatte. Eine Doktorantin prüft derzeit die verschiedenen Alternativen, damit in naher Zukunft entschieden werden kann, in welcher Form Dachau an die Landeshauptstadt angebunden werden soll.

ste

Quelle: Dachauer Rundschau

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