Landkreis/ Schweinepest

Infektion nur von Schwein zu Schwein

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Dachau - Vertreter der Behörde, des Dachauer Jägervereins, der Waldbauernvereinigung und des Bauernverbands diskutierten Vorsorgemaßnahmen gegen Afrikanische Schweinepest.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP), eine Infektionskrankheit von Wild- und Hausschweinen, breitet sich in Osteuropa aus. Bei der ASP handelt es sich um eine für den Menschen zwar ungefährliche, für Wild- und Hausschweine aber tödliche und hoch ansteckende Krankheit. Die Übertragung erfolgt lokal von Schwein zu Schwein. Über größere Flächen und Grenzen hinweg kann die Krankheit aber auch durch kontaminierte Lebensmittel wie Wurst aus den betroffenen Gebieten verbreitet werden. Insbesondere Speiseabfälle aus nicht gegarten Schweineprodukten wie Salami oder Schinken stellen eine mögliche Infektionsquelle dar. Ein effektives Gegenmittel oder einen wirksamen Impfschutz für die Tiere gibt es nicht. Eine Ansteckungsgefahr für den Menschen oder Hunde besteht nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit nicht – auch nicht durch den Verzehr von Schweinefleisch. Bislang ist die ASP noch nie in Deutschland ausgebrochen. Um im Notfall im Landkreis Dachau gegen diese hochansteckende Tiererkrankung gerüstet zu sein, hat Landrat Stefan Löwl vor Ostern einen Runden Tisch einberufen. „Zum Schutz der Nutztierbestände vor der hochansteckenden Tiererkrankung müssen alle relevanten Akteure und Behörden gemeinsam die Jägerschaft in ihrem präventiven Vorgehen unterstützen“, sagte Landrat Stefan Löwl. Vertreter des Dachauer Jagdschutz- und Jägervereins, des Bayerischen Bauernverbands, der Waldbauernvereinigung, die zuständigen Mitarbeiter des Landratsamts sowie anderer Behörden und der Polizei diskutierten mögliche Vorsichtsmaßnahmen. Die Teilnehmer des Runden Tisches auf folgenden Maßnahmenkatalog: Im Rahmen einer verstärkten Öffentlichkeitsarbeit solle eine Information und Sensibilisierung der Bevölkerung erfolgen. Nach Aufhebung der Schonfrist haben die Jäger ihre Jagdbemühungen bereits verstärkt. Um kurzfristig auch Drückjagden unbürokratischer und schneller durchführen zu können, werden die Jäger vom Landratsamt berechtigt, Warnschilder und Geschwindigkeitsbeschränkungen aufzustellen. Georg Bichler (Jagdverband) bat die Bevölkerung, für die Maßnahmen, verkehrliche Beschränkungen sowie Warnhinweise, Verständnis zu haben. Ernst-Ullrich Wittmann vom Jagdverband stellte fest, dass „Landwirtschaft und Jägerschaft gemeinsam an Lösungen arbeiten.“

red

Quelle: Dachauer Rundschau

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