Lange Tafel in der Münchner Straße findet nicht statt

Aufgrund mehrerer Hürden wird das gesellige Fest auch in diesem Jahr nicht stattfinden.
+
Aufgrund mehrerer Hürden wird das gesellige Fest auch in diesem Jahr nicht stattfinden.

Die Lange Tafel wird nicht stattfinden. Das entschied der Veranstalter Dachau handelt gemeinsam mit der Stadt Dachau. Der landkreisweite Gewerbeverein hatte gehofft, die Lange Tafel nach zweijähriger Corona-Zwangspause in diesem Herbst endlich wieder aufleben lassen zu können – doch bei der konkreten Umsetzung sind zu viele Hürden, Risiken und Stolpersteine ans Licht getreten.

„Wir haben uns in den letzten Wochen und Monaten intensiv mit der Planung der langen Tafel auseinandergesetzt und sind aus mehreren Gründen zu dem Entschluss gekommen, dass eine Durchführung in diesem Jahr leider nicht möglich ist“, erklärte Isabel Seeber, Erste Vorsitzende von Dachau handelt, die die Lange Tafel bis 2019 mit organisiert hat. Zu diesen Gründen zählen unter anderem Unwägbarkeiten hinsichtlich der Entwicklung der Covid-19-Pandemie bis zum Spätsommer.

„Keiner weiß, wie sich die Pandemie gegen Ende der Sommerferien dieses Jahr entwickelt“, so Seeber. Zudem haben stetig steigende Auflagen – zum Beispiel in den Bereichen Sicherheit und Hygiene – permanent zu Mehraufwand für die an der Durchführung Beteiligten ehrenamtlichen Helfer sowie zu immer höheren Kosten gesorgt. Aber auch bei einer Vielzahl an Dienstleistungen, die extern eingekauft werden müssen, sei es zuletzt zu einer regelrechten Kostenexplosion gekommen. „Die steigenden Energiekosten und die Inflation haben zu einem deutlichen Anstieg der Ausgaben gegenüber 2019 geführt“, sagte Ralf Weimer, Vorstandsmitglied Dachau handelt.

Und es gibt weitere Hürden: „Die im Spätsommer und Herbst auf der Münchner Straße geplanten umfangreichen Baumaßnahmen sorgen dafür, dass wir durch den wegfallenden Platz für Verkaufsstände im Gegenzug weniger Einnahmen hätten generieren können“, berichtet Weimer. Und zu guter Letzt bleibt natürlich auch immer das Wetter ein nicht kalkulierbares Risiko bei einem Straßenfest. „In Summe haben die Punkte dazu geführt, dass der Defizitzuschuss, den wir bei der Stadt hätten beantragen müssen, weit höher ausgefallen wäre, als bei den vergangenen Veranstaltungen. In Vorgesprächen hat uns die Stadt aber bereits signalisiert, dass ein Defizitzuschuss in der benötigten Höhe wahrscheinlich nicht geleistet werden kann“, sagte Seeber.

Meistgelesen

Balkonfest statt Dorffest in Schönbrunn
Dachau
Balkonfest statt Dorffest in Schönbrunn
Balkonfest statt Dorffest in Schönbrunn
Ilse Aigner sprach über Krisen und ihre Kompetenzen
Dachau
Ilse Aigner sprach über Krisen und ihre Kompetenzen
Ilse Aigner sprach über Krisen und ihre Kompetenzen
„Amperitiv - eine Bereicherung des Kulturangebots“
Dachau
„Amperitiv - eine Bereicherung des Kulturangebots“
„Amperitiv - eine Bereicherung des Kulturangebots“
Dachauer Bäckereien führen Pfandsystem ein
Dachau
Dachauer Bäckereien führen Pfandsystem ein
Dachauer Bäckereien führen Pfandsystem ein

Kommentare