Dachauer Oberärztin gibt Tipps.

Ein Leben mit Pollenallergie: Zwölf Millionen Deutsche leiden darunter.

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Dr. med. Suna Schmitz, Oberärztin Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde am Helios Amper-Klinikum Dachau.

Dachau - Wenn der Körper überreagiert.

Verschiedene Pollen fliegen derzeit durch die Lüfte – und die Allergiker kämpfen mit Niesattacken, brennenden Augen oder einer laufenden Nase. 

Dr. med. Suna Schmitz, Oberärztin Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde am Helios Amper-Klinikum Dachau, gibt Tipps, wie Betroffene bei Heuschnupfen vorsorgen und lindern können. Mit Tabletten, Augentropfen und Nasensprays versuchen viele Betroffene, ihre allergischen Reaktionen in den Griff zu bekommen. Erlen- und Haselpollen fliegen schon länger herum und sind auch noch im April aktiv. Doch es kommt noch schlimmer: Die Birkenpolle, gefürchtet von vielen Allergikern, hat im April und Mai Hochsaison. Warum es juckt und tränt: Dabei entsteht eine Abwehrreaktion des Immunsystems auf die eigentlich harmlosen Eiweiße der Pollen, die über die Atemwege oder Schleimhäute in den Körper aufgenommen werden. 

„Neben der genetischen Veranlagung spielen die Abwehrlage des Körpers, die Häufigkeit und die Art des Kontakts mit dem Allergen eine Rolle.“, erklärte Doktor Suna Schmitz. Die Symptome werden von mild bis schwerwiegend eingestuft, in einigen Fällen sind sie sogar lebensbedrohlich. „Die Symptome können saisonal auftreten, aber auch ganzjährig, wie bei einer Hausstauballergie“, sagte die Expertin. „Typische Symptome, die durch eingeatmete Allergene ausgelöst werden, sind neben Heuschnupfen auch Bindehautentzündung, Hustenreiz mit bronchialer Mitbeteiligung oder sogar Asthma.“ Patienten mit diesen Symptomen sollten einen Arzt aufsuchen, der eine Allergiediagnostik durchführen kann: Schmitz hat Tipps zusammengestellt, wie sich Allergiker vor dem Pollenflug schützen können: Zum Einen ist die Orientierung am Pollenflugkalender ratsam, um den Kontakt zu minimieren. Nicht Lüften, wenn draußen entsprechende Pollen fliegen. Wäsche sollte nicht im Freien getrocknet werden. Außerdemöfter die Kleidung wechseln und waschen. Auch die Haare nach einem längeren Aufenthalt in der freien Natur waschen und Sport im Freien zur Pollenflugzeit meiden

Eine

medikamentöse Therapie

kann erforderlich werden. Hier stehen verschiedene Nasensprays, Augentropfen oder Tabletten zur Verfügung, die jedoch

individuell verordnet

werden müssen. Eine vollständige Diagnostik und Beratung durch einen niedergelassenen HNO-Arzt ist dabei

unumgänglich.

red

Quelle: Dachauer Rundschau

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