Am Sonntag, 17. Mai, ist Internationaler Museumstag

Live-Rundgänge durch die KZ-Gedenkstätte Dachau

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 Anlässlich des Internationalen Museumstags am kommenden Sonntag, 17. Mai, gibt die KZ-Gedenkstätte Dachau einen Blick hinter die Kulissen.

Dachau - Anlässlich des Internationalen Museumstags am kommenden Sonntag, 17. Mai, gibt die KZ-Gedenkstätte Dachau einen Blick hinter die Kulissen.

Rund um das Thema „Museen für Vielfalt und Inklusion“, das in diesem Jahr alle Kultureinrichtungen eint, präsentieren Mitarbeiter der Gedenkstätte verschiedene Aspekte in etwa dreißigminütigen Rundgängen. 

Alle Rundgänge werden simultan durch eine Gebärdensprachdolmetscherin übersetzt. Während der Live-Rundgänge auf der Facebook-Seite www.facebook.com/DachauMemorial/ können Fragen der Zuschauer direkt aufgegriffen und beantwortet werden. Die Videodateien stehen im Anschluss für mehrere Wochen auf der Facebook-Seite zur Verfügung und können auch ohne Facebook-Konto angesehen werden. 

11 Uhr: Barrierefreiheit in der KZ-Gedenkstätte 

Dachau Karoline Wirth, pädagogische Mitarbeiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau, stellt in diesem Rundgang das breite Spektrum an Projekten, pädagogischen Angeboten und baulichem Barriereabbau auf dem Gelände der Gedenkstätte vor.Dabei gibt sie einen Einblick in die aktuelle Arbeit der KZ-Gedenkstätte Dachau und stellt ausgewählte Projekte sowie zukünftige Planungen im Bereich Barrierefreiheit und Inklusion vor. 

12 Uhr: Diversität in der Häftlingsgesellschaft im KZ Dachau 

Maximilian Lütgens, pädagogischer Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Dachau, spricht in seinem Rundgang über die Zusammensetzung der Häftlingsgesellschaft im Konzentrationslager Dachau. In der ersten Phase des KZ Dachau hielt die SS vor allem politische Gegner und Verfolgte des NS-Regimes gefangen. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden dann auch Männer aus den von der Wehrmacht eroberten Gebieten dem rassistischen Terror der SS in Dachau ausgesetzt. Gegen Ende des Krieges wurden auch Jugendliche, Frauen und sogar Häftlinge im Kindesalter ins KZ Dachau und in seine Außenlager deportiert. Im Rundgang soll anhand von ausgewählten Biografien die Diversität der Dachauer Häftlingsgesellschaft veranschaulicht werden. 

13 Uhr: Der Häftling David Ludwig Bloch 

Im letzten Rundgang des Internationalen Museumstages berichtet Stephanie Zimmermann, Referentin an der KZ-Gedenkstätte Dachau, über das Schicksal des Häftlings David Ludwig Bloch. Nach der Reichspogromnacht vom 9. auf 10. November 1938 wurde der gelernte Porzellanmaler und studierte Grafiker  als einer von über 10.000 jüdischen Männern im Konzentrationslager Dachau inhaftiert. Aufgrund einer Erkrankung hatte Bloch schon im Kleinkindalter sein Gehör verloren. Mitte Dezember 1938 wurde er entlassen. Seine Erlebnisse während der Zeit im Konzentrationslager Dachau begann er künstlerisch aufzuarbeiten. Der Rundgang zeigt nicht nur einzelne Stationen des Lebens von Bloch, sondern auch, dass Kunst bereits im Lager die Selbstbehauptung der Inhaftierten stärken konnte.

red

Quelle: Dachauer Rundschau

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