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Güll bleibt SPD-Chef

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Der Vorstand der Landkreis-SPD mit ihrem Bundestagskandidaten. © Kramer

Schwabhausen - Der Landtagsabgeordnete Martin Güll führt die Landkreis-SPD auch in den nächsten zwei Jahren an. Dennoch war die Freude bei den Genossen nicht ungetrübt.

Immerhin 92 Prozent der Delegierten stimmten für den ehemaligen Indersdorfer Rektor, zehn Prozent mehr als vor zwei Jahren. Güll hatte zuvor eine positive Bilanz gezogen und den Delegierten die Landkreis-Konferenzen, vielfältigen Aktionen und Treffpunkt-Landtag-Diskussionsrunden in Erinnerung gerufen. Michael Schrodi, der Bundestags-Kandidat des Wahlkreises Dachau-Fürstenfeldbruck, stimmte die Genossen auf die heiße Wahlkampfphase mit einer kämpferischen Rede ein. Er spannte einen weiten Bogen von der Sozial- bis zur Bildungspolitik und warnte vor Aktionen der NPD, die in den letzten Tagen im Brucker Land auf Stimmenfang gegangen waren. „Gerade in Dachau müssen wir besonders aufpassen“, rief er den Sozialdemokraten zu. Schrodi erhielt viel Beifall. Umso überraschender kam die Wortmeldung von Thea Zimmer, die kürzlich wieder in den Dachauer Ortsvorstand eingezogen ist (wir berichteten): Die 78-Jährige warf Schrodi vor, sich nicht Seniorenfragen geäußert zu haben. Eine andere Dachauerin, Anke Drechsel, warf sich für Schrodi in die Bresche: „In einer Viertelstunde kann man nicht alle Politikfelder abdecken.“ Der AWO-Chef Oskar Krahmer wiederum nahm sich Güll auf‘s Korn und bezeichnete dessen Gemeinschaftsschul-Projekte als „Experimente.“ Zimmer und Krahmer waren offensichtlich isoliert, wie nicht nur das Wahlergebnis von Güll bewies. Auch seine Vorstandskollegen erzielten gute Ergebnisse, allen voran die Bezirkstagskandidatin Martina Tschirge mit 97 Prozent. Abgestraft wurde hingegen Horst Ullmann: Der Dachauer Ortsvorsitzende erzielte das schlechteste Ergebnis bei den Beisitzer-Wahlen - für Ullmann stimmten nur 87 Prozent der Stimmberechtigten.

(kho)

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