1. meine-anzeigenzeitung
  2. Lokales
  3. Dachau

DEG-Fragenkatalog zum MD-Gelände beantwortet

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Punkt für Punkt arbeitete der Dachauer Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung unter großem Interesse der Bevölkerung die 25 Fragen der Dachau Entwicklungsgesellschaft zum ehemaligen MD-Gelände ab. © Sponder

Dachau - Dachauer Bauausschuss besteht auf Bahnunterführung und Wasserturm

Das Dachauer Mühlbach-Viertel, besser bekannt als ehemalige Fabrikgelände der München-Dachauer Papierfabrik (MD), soll bis zu 15.000 Quadratmeter Flächen für Arbeit und Einzelhandel aufweisen. Mit 11:4 Stimmen setzte sich in dieser Frage in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses die CSU durch. Die Dachau Entwicklungsgesellschaft (DEG) hatte 25 Fragen an die Stadt gestellt, die in einer eigens abends im neuen großen Sitzungssaal anberaumten Sitzung vom Bauausschuss Punkt für Punkt abgearbeitet wurden. Der Anteil von Wohnen, Kultur und öffentlichem Bedarf sollen rund 60 Prozent betragen. Für Arbeit und Einzelhandel verbleiben 40 Prozent. Vor allem Bürgermeister Claus Weber (Freie Wähler – FW) trat hier für klare Verhältnisse ein. Einstimmig als unverzichtbar nannte der Ausschuss die geplante Bahnunterführung an der Freisinger Straße. Verkehrsreferent Volker C. Koch (SPD) sagte: „Wenn die Schranke eine Viertelstunde von 60 Minuten geschlossen ist, bricht in Dachau der Verkehr zusammen.“ Oberbürgermeister Peter Bürgel (CSU) ergänzte, durch höheren Taktfrequenzen bei der A-Linie würde die Schranke häufiger geschlossen sein. Statt eines Sees mit höherem Erhaltungsaufwand will der Ausschuss lieber eine Grünfläche auf der geplanten Freifläche im inneren des Neubaugebietes. Eine Verlegung des Mühlbachs auf Kosten der DEG wäre zulässig, nicht jedoch der Abriss des alten Wasserturms. Hier setzte sich die CSU mit 9:6 Stimmen durch. Alfred Stelzer (FDP) befürchtet allerdings, der alte Wasserturm könnte in den nächsten zwei Jahren umkippen. Als nicht erhaltenswert stuften die Ausschussmitglieder das alte Heizkraftwerk ein. Einstimmig waren sie für den Anschlusszwang der neu zu erstellenden Gebäude an die Fernwärme. Die Stadt Dachau wird nun das Bebauungsplanverfahren fürs Mühlbach-Viertel eröffnen und ein Planungsbüro suchen. „Jetzt beginnt die Arbeit“, sagte Herbert R. Ullmann, Teilhaber der DEG. Vorsichtig optimistisch äußerte sich auch Heikki Räty als Vertreter der finnischen DEG-Hälfte.

srd

Auch interessant

Kommentare