Landkreis/ Stockmann-Ausstellung

Huldigung eines Ur-Dachauers

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Stadtrat Robert Gasteiger lobte Hermann Stockmanns Einsatz für die Brauchtumspflege.

Altomünster - Museumsverein Altomünster widmet nachträglich dem Grafiker und Maler Hermann Stockmann zum 150. Geburtstag eine Ausstellung.

„Er war der wohl populärster und beleibteste Urdachauer aller Zeiten, ist es heute vielleicht noch“, sagte Wilhelm Liebhart, Vorsitzender des Altomünsterer Museumsverein. Er meinte damit Hermann Stockmann, dem das Museum nun eine ganze Ausstellung gewidmet hat, die am ersten Adventsonntag eröffnete. 2017 wäre Stockmann 150 geworden, in diesem Jahr jährt sich sein 70. Todestag. Die Ausstellung ist sehr spontan in Zusammenarbeit mit dem Dachauer Museumsverein entstanden. „Innerhalb von zwei Wochen einen 100-seitigen Katalog zusammenstellen grenzt an einen neuen Rekord“, bewarb er die Niederschrift zur Ausstellung.

Er stellte an die rund 70 Besucher im Obergeschoss die Frage: Gibt es über Stockmann überhaupt noch etwas Neues zu schreiben? Liebhart gab sogleich die Antwort: „Jutta Mannes stellte alle Ausstellungen zusammen, in denen Stockmann von 1893 bis 1938 mitwirkte oder selbst organisierte“, zählt der Vereinsvorsitzende auf. Heinz Neumaier schrieb über seine Exlibris Sammlung von Hermann Stockmann. Die kleinformatigen Illustrationen hängen gerahmt neben Liebhart als er weiter aufzählt: „Zudem geht Robert Gasteiger in seinem Text auf Stockmann als humoristischer Illustrator ein.“ Viele würden Stockmann als Maler kennen, seine Ölgemälde vom Dachauer Land sind allbekannt. Eine Auswahl davon ist im Erdgeschoss des Museums zu sehen. Nur wenige wüssten laut Liebhart allerdings, dass Stockmann auch ein guter Grafiker und Illustrator war, der Plakate entwarf und für Magazine illustrierte. Der Beweis befindet sich im ersten Stock des Museums. 

Viele Skizzen, Tuschezeichnungen sowie Post- und Glückwunschkarten bezeugen, dass Stockmann nicht nur den Pinsel zu führen wusste. Robert Gasteiger, der die Idee zur Ausstellung hatte, betonte, dass Hermann Stockmann, der 1867 in Passau geboren wurde und sich 1898 in Dachau niederließ, sich schon damals sehr für die Brauchtumspflege einsetzte. „Er engagierte sich in diesem Bereich, wo er nur konnte“, sagte Gasteiger. Es sei vor allem Stockmanns „Schuld“, dass die Dachauer Trachtler wieder originale, alte Dachauer Tracht tragen und nicht die Oberlandler Tracht. 1903 war Stockmann Mitbegründer des Museumsvereins in Dachau. Er war einer der ersten, die historische Alltagsgegenstände sammelte. Ihm sei es zu verdanken, dass das Bezirksmuseum von heute so gut aufgestellt ist. 

Die Ausstellung ist noch bis Sonntag, 3. Februar, geöffnet. Die Öffnungszeiten des Museums Altomünster sind: Mittwoch bis Samstag von 13 bis 16 Uhr und sonntags von 13 bis 17 Uhr.

mik

Quelle: Dachauer Rundschau

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