„Raumroulette“ an der Grundschule im Augustenfeld.

Muss die Mittagsbetreuung der Augustenfelder Schule vorübergehend ausfallen?

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Die Grundschule in Augustenfeld platzt aus allen Nähten. Es gibt keinen Platz mehr für die Mittagsbetreuung.

Dachau - „Raumroulette“ an der Grundschule im Augustenfeld.

Wo soll die Mittagsbetreuung an der Grundschule Augustenfeld hin? 

Diese Frage versuchten die Stadträte im letzten Familien- und Sozialausschuss am vergangenen Dienstag zu klären. Das Problem: WegenUmbaumaßnahmen der Grundschule Augustenfeld stehen die Räume der Hausmeisterwohnung bereits ab dem kommenden Schuljahr nicht mehr zur Verfügung. Dort waren bisher die Gruppen derMittagsbetreuung der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Dachau (Awo) untergebracht. 

Auf Anfragen bei anderen Schulen im Umkreis, wie bei der Montessori-, Real- oder Berufsschule kam die immer gleich ernüchternde Antwort, dass dort ebenfalls keine Räume frei seien. Markus Haberl, Leiter am Amt für Schule, Kinderbetreuung, Jugend, Soziales und Sport der Stadt, folgerte zwei mögliche Konsequenzen: „Entweder die Mittagsbetreuung entfällt während der Umbauzeit bis voraussichtlich Februar 2021 oder die Kinder müssen währenddessen andere Räume des Schulhauses nutzen.“ 

Stadträtin Elisabeth Zimmermann (CSU) hielt das allerdings für pädagogisch wenig sinnvoll. Sie sprach sich für eine Beibehaltung des Angebots aus. Die Kinder „von Klasse zu Klasse zu schieben“ wäre keine Option für sie. 

Helga Schiller Leiterin der Grundschule Augustenfeld, gab ebenfalls eine negative Antwort, als die Frage auf kam, ob sie im Schulhaus für die Awo-Mittagsbetreuung keine Räume übrig habe. Sie müsse sowieso schon„Raumroulette“ spielen. Alleine für den Religionsunterricht bräuchte sie für eine Jahrgangsstufe sieben Räume, da sie katholischen, evangelischen und den Ethikunterricht trennen müsse. Dazu kämen die Schüler, die besonderen Förderunterricht bräuchten, Elterngespräche am Nachmittag und so weiter. 

Wiebke Kapaun, Kreisgeschäftsführerin der Awo, eine weitere Variante, die „Wald-Mittagsbetreuungslösung“ vor: Wie in einem Waldkindergarten wären die Schüler in Bauwagen untergebracht. „Am einfachsten wäre es aber, wenn auf die schon aufgebauten Krippen-Container aufzustocken.“ Das sei allerdings, laut Oberbürgermeister Florian Hartmann, technisch und zeitlich nicht bis Anfang des nächsten Schuljahres umsetzbar. 

Schulleiterin Schiller gab dann einen weiteren Kompromissvorschlag: „Früher hatten wir einen einfachen mobilen Pavillion auf dem Lehrerparkplatz.“ Der wäreohne sanitäre Anlagen, müsste also nicht angeschlossen werden, da die Kinder in der Schule auf die Toilette gehen könnten. Letztendlich entschieden sich die Stadträte dafür, die Mittagsbetreuung im kommenden Schuljahr auf jeden Fall weiter anzubieten. Anke Drexler (SPD) plädierte dann an die „Flexibilität“ von Awo und Schule, um eine „gemeinsame Lösung“ finden zu können. „Für die ersten Wochen im neuen Schuljahr finden die Kinder der Mittagsbetreuung einen Platz im Schulhaus“, erklärte Kapaun.

ste

Quelle: Dachauer Rundschau

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