Einsbach bekommt nach sieben Jahren Machtkampf endlich eine Ampel über die Hautpstraße.

Nach sieben Jahren kommt die Ampel

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Beim Hotel „Zur Post“ wird eine Ampel errichtet.

Einsbach - Eine Familie kämpfte um die Querungshilfe.

Dass die Errichtung einer Ampel so lange dauern würde, hätten Birgit und Roland Hutterer aus Einsbach nie gedacht. 

Im November 2013 wurde ihre damals neunjährige Tochter Nathalie fast von einem Lieferwagen angefahren, als sie an der Bushaltestelle die Staatsstraße 2054 durch Einsbach überqueren wollte. Die Hutterers forderten deshalb eine Querungshilfe. Doch die gibt es noch immer nicht. „Wahrscheinlich studiert unsere Tochter eher, bis eine Ampel kommt“, sagte Roland Hutterer. Jetzt aber scheint sich etwas zu tun. 

Das Thema wurde zumfünften Mal im Petitionsausschuss des Landtags behandelt. Noch dieses Frühjahr sind Vermessungsarbeiten geplant. Anschließend sollen die Planungen erstellt und im Herbst die Maßnahme ausgeschrieben werden. Im Frühjahr 2020 soll die Druckknopfampel auf Höhe des Hotels „Zur Post“ gebaut werden. Dass so lange nichts passiert ist, liegt zum einen daran, dass die Behörden zunächst sowohl einen Zebrastreifen als auch eine Ampel ablehnten. Doch die Hutterers sammelten 143 Unterschriften und starteten eine Petition. „Die Straße ist sehr kurvig und unübersichtlich“, erklärt Birgit Hutterer. „Und wenn Stau auf der Autobahn ist, sind wir Umfahrungsort.“ 

Bürgermeister Gerhard Hainzinger bestätigte ebenfalls ein erhöhtes Risiko und mit dem Freien-Wähler Landtagsabgeordneten Benno Zierer, der die Petition auch in der letzten Petitionsausschusssitzung vertreten hatte, gab es einen weiteren Untersützer. Doch auch die Kostenfrage sorgte für Streit. 2017 fand man einen Kompromiss: Freistaat und Gemeinde teilen sich die Kosten von 60. 000 Euro zur Hälfte. Der Beitrag der Gemeinde wird auf 30 000 Euro gedeckelt. Trotzdem dauerte es ein Jahr, bis die schriftliche Vereinbarung stand. Dazu kam Personalmangel im Staatlichen Bauamt Freising. „Deshalb sei „eine Fortführung der Maßnahme in 2018 nicht möglich gewesen“, hieß es in einer Stellungnahme im Petitionsausschuss. Inzwischen ist das Petitionsverfahren formal abgeschlossen. Familie Hutterer ist optimistisch, dass die Ampel 2020 tatsächlich kommt.

cla

Quelle: Dachauer Rundschau

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