Es soll kein normales Gewerbegebiet werden

Nachhaltige Kriterien für das Areal angrenzend an den Dachauer Schwarzen Graben

ein nachhaltiges Gewerbegebiet in Karlsfeld
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Noch wächst hier der Raps. Aber schon bald soll nach dem Willen des Karlsfelder Gemeinderats in direkter Nachbarschaft zum Schwarzen Graben in Dachau zwischen Schleißheimer Straße und Bajuwarenstraße ein nachhaltiges Gewerbegebiet entstehen.

Flächen sparen sowie viel Grün gehören zu dem Kriterienkatalog für ein nachhaltiges Gewerbegebiet um das Areal östlich der Bajuwarenstraße und südlich der Schleißheimer Straße in Dachau. Diese gehörten zu den grundsätzlichen Richtlinien, die der Karlsfelder Gemeinderat einstimmig in seiner jüngsten Sitzung festlegte.  

„Es soll sich nicht um ein normales Gewerbegebiet handeln“, unterstrich Christian Hörmann von Cima, einer Beratungsfirma für Stadtentwicklung. Zwar kommt auch dieses Gewerbegebiet nicht ohne Stellplätze für Kraftfahrzeuge aus, aber diese sollen die Planer trotz des Tiefgaragenverbots gebündelt in der Fläche anordnen. Auch Zweiradparkplätze und sogar Stellplätze für Lastenfahrräder stehen im Kriterienkatalog. Die ringförmige Erschließungsstraße soll nach einem Vorschlag von Adrian Heim (Bündnis für Karlsfeld) Einbahnstraße werden, damit auf der rechten Straßenseite Radfahrer einen sicheren Radweg vorfinden und auf der anderen Seite Autos parken können. Ebenfalls bündeln sollen die Planer die Grünflächen zu erholsamen Mini-Oasen, ohne jedoch gleich zum Bürgerpark zu werden. Nicht weniger als 20 Prozent der Fassaden und 100 Prozent der Dächer müssen begrünt werden. Der Kriterienkatalog sieht außerdem Wildblumenwiesen, Hecken an Stelle von Zäunen, eine tierfreundliche Beleuchtung sowie auf allen Dächern zwingend Solarenergieanlagen vor. So sollen Strom und Wärme gleich am Verbrauchsort entstehen und Kohlenstoff sparen.

Vorausschauend auf die zu erwartende Elektrifizierung des Verkehrs sollen die Vorschriften besagen, dass wenigstens 20 Prozent der Auto- und Fahrrad-Stellplätze mit Stromladesäulen versehen werden. Alle anderen Stellplätze müssen baulich dafür zumindest vorbereitet werden. Das hatte Bürgermeister Stefan Kolbe (CSU) aufgrund eines Einwandes von Heike Miebach (Bündnis 90/Die Grünen) auch für die Fahrradstellplätze vorgeschlagen.

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