Am Karlsfelder See können bald 300 Menschen am Tag geimpft werden

Neues Impfzentrum im Landkreis Dachau ist bereit

Neues Impfzentrum in Karlsfeld
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Nicht mehr provisorisch: Das neue Zelt des Impfzentrums ist größer und komfortabler als das alte.

Das neue Impfzentrum in Karlsfeld ging vergangenen Donnerstag in Betrieb. Die Einrichtung auf dem östlichen Parkplatz des Karlsfelder Sees ist nun größer und komfortabler, als das schnell errichtete Provisorium davor. 

Joern Osenbrück, Rettungsdienstleiter der Johanniter-Unfallhilfe, erinnerte sich: „Wir mussten damals schnell handeln, um pünktlich am 15. Dezember für Impfungen bereit zu sein. Wir haben uns gemeinsam mit dem Landkreis dazu entschieden, alles neu aufzuziehen.“ Mit dem „Neustart“ wollen die Organisatoren zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Neben verbesserter Umstände für Impfempfänger, ist das neue Impfzentrum gewachsen. Im 600 Quadratmeter großen, beheizten Zelt sollen bald täglich 300 Impfungen stattfinden können. Die Johanniter können dafür aus einem Pool mit 50 verfügbaren Mitarbeitern greifen, die in einem Zweischicht-Betrieb von 8 bis 17 Uhr arbeiten.

Zur Eröffnung waren Landrat Stefan Löwl, Oberbayerns Regierungspräsidentin Maria Els sowie der Landtagsabgeordneter Bernhard Seidenath (CSU) gekommen. Sie nutzten die Gelegenheit, um über den aktuellen Impf-Stand zu informieren.

„2.300 Personen bekamen in den letzten Wochen ihre erste Spritze. Diese Woche werden weitere 3.300 Bürger geimpft“, erzählte Landrat Löwl. Mit den Altenheimen sei man soweit durch, auch die meisten Bürger über 80 wären bald gegen das Corona-Virus geschützt. Mobile Impfteams in elf Landkreis-Arztpraxen sollen den Prozess laut Löwl nochmals beschleunigen.

Aufgrund der Lieferengpässe sei man zwar drei Wochen hinter dem Plan, „doch jetzt kann es richtig losgehen, da mittlerweile drei verschiedene Impfstoffe zur Verfügung stehen“, kündigte Löwl an. Die Wahl hat der Impfempfänger allerdings nicht: „Die Dosen von Biontech und Moderna sind für Senioren reserviert. Das von Astra Zeneca ist für die 65-Jährigen“, erklärte Löwl, der daran glaubt, dass bald mit den ersten Impfungen der zweiten Kategorie begonnen werden kann. Els lobte den Einsatz der Johanniter: „Es ist schön den Hoffnungsschimmer in den Augen älterer Mitbürger zu beobachten, wenn sie geimpft sind.“ Auch Seidenath kennt die Bedeutung der Impfungen und nennt sie „das schärfste Schwert im Kampf gegen die Katastrophe“. Im Landkreis Dachau seien aktuell 6.200 Bürger geimpft worden.

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