Dachau und Landkreis ist nicht an Neugründungen interessiert.

Neugründungen gehen zurück, starkes Plus bei Betriebsübergaben

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Existenzgründerzhalen in Dachau und Landkreis gehen immer weiter zurück.

Dachau - Weniger Interesse an Selbstständigkeit

Nach einem Plus 2017 sind dieExistenzgründerzahlen im Landkreis Dachau im vergangenen Jahr wieder gesunken, teilte die Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayer (IHK) mit. 

2018 meldeten insgesamt 1.249 Personen ein Gewerbe an, das ist ein Minus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei den Firmenneugründungen mit 1.163 Fällen verzeichnete die IHK einen Rückgang um 3,8 Prozent. Erfreulich sieht es bei den Betriebsübergaben an einen Nachfolger aus: Hier stieg die Zahl deutlich von 58 auf 86 Fälle. Die IHK führte den Rückgang in erster Linie auf die weiterhingute Konjunktur zurück: „Der Arbeitsmarkt in der Region bietet nahezu eine Vollbeschäftigung. Damit sinkt erfahrungsgemäß das Interesse an einer unternehmerischen Selbstständigkeit“, sagte Peter Fink, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Dachau. 

Gleichzeitig beobachtete die IHK einen Trend zur besseren Vorbereitung einer Gründung, indem Interessierte verstärkt entsprechende Angebote nutzen. „Angebote wie die Beratungsservices der Kammer werden immer mehr genutzt. Gut vorbereitet steigern die Existenzgründer ihre Erfolgsaussichten erheblich“, sagte Fink. Am beliebtesten im Landkreis sindGründungen im Dienstleistungssektor (281), im Handel (232) und im Baugewerbe (178). 

Bei den Übernahmen liegt der Handel vorne (20), gefolgt vom Baugewerbe (zwölf). Fink forderte insgesamt ein besseres Gründungsklima mit weniger Bürokratie und einfacheren Steuerregeln. „Außerdem müssen bereits in der Schule die Chancen und der Wert des Unternehmertums für die Gesellschaft diskutiert werden“, sagte der IHK-Vorsitzende.

red

Quelle: Dachauer Rundschau

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