Bebauungsplan in Odelzhausen

Odelzhausen will Tankstelle oder einen LKW-Parkplatz

+
Äußerst verkehrsgünstig an der Autobahnausfahrt Odelzhausen gelegen ist das Gemeindegrundstück (schwarz umrandet), das für die kommenden 15 Jahre als zeitweises Gewerbegebiet dienen soll.

Odelzhausen - Die Gemeinde Odelzhausen will sich alles offenhalten, auch eine vielleicht erst in 20 bis 25 Jahren zu verwirklichende S-Bahn-Strecke von München-Pasing nach Odelzhausen, parallel zur Stuttgarter Autobahn BAB8.

Deshalb soll das ehemalige Winkler-Baumschul-Gelände nur auf 15 Jahre als Gewerbegebiet ausgewiesen werden. Das beschloss gegen fünf Stimmen zumindest der Odelzhausener Gemeinderat mit der Aufstellung eines Bebauungsplans in seiner jüngsten Vollversammlung, Corona-bedingt im Festsaal der Gastwirtschaft Harner in Sixtnitgern. Gedacht ist für die 15.000 Quadratmeter östlich der Autobahn an eine Tankstelle oder einen Platz für übernachtende Brummi-Fahrer. Denn das Gelände liegt ganz günstig unmittelbar neben der Autobahnausfahrt Odelzhausen. Damit ließe sich laut Bürgermeister Markus Trinkl (parteifrei) etwas gegen die im westlich der Autobahn gelegenen Gewerbegebiet zahlreich parkenden Lastwagen unternehmen, deren Lenker ihre Ruhezeiten einhalten müssen. Denn die suchen jeden Tag aufs Neue händeringend nach einem geeigneten Stellplatz für die vorgeschriebenen Ruhezeiten. Die Gemeinde Odelzhausen hatte das ehemalige Baum-Schulen-Gelände der Firma Winkler 2015 erworben. Doch bei einem solchen zusätzlichen Gewerbegebiet auf Zeit fürchtete Roderich Zauscher (BGO) um den örtlichen Einzelhandel.

 Auch Elisabeth Kappes und Angelika Aigner (beide BGO) sahen damit zwar mehr Verkehr auf Odelzhausen zurollen, aber keinen Nutzen für die örtlichen Betriebe. Dagegen argumentierten Lorenz Bradl und Michael Kiemer (beide CSU) sowie Edgar Hiller (FWO). Kiemer sagte: „Wo, wenn nicht an der Autobahn sollten wir solch eine Gewerbefläche einrichten?“ Bürgermeister Trinkl wies darauf hin, dass die Gemeinde derzeit über keine anderen, eigenen Gewerbeflächen verfüge. Auch wolle er das Grundstück nicht bis zu einer noch gar nicht sicher kommenden S-Bahn-Strecke brachliegen lassen, sondern es für die nächsten 15 Jahre für die Gemeinde wirtschaftlich nutzbringend verwenden. Dabei wolle er jedoch auf keinen Fall den Geschäften der Grundversorgung im Ort schaden.

srd

Quelle: Dachauer Rundschau

Auch interessant:

Meistgelesen

Julia Grote bleibt Vorsitzende bei der Jungen Union
Julia Grote bleibt Vorsitzende bei der Jungen Union
Hallenbad lässt auf sich warten
Hallenbad lässt auf sich warten
So lecker kann Weihnachten weltweit sein
So lecker kann Weihnachten weltweit sein
Gleich drei Goldene Meisterbriefe für Stadtrat Höfelmaier
Gleich drei Goldene Meisterbriefe für Stadtrat Höfelmaier

Kommentare