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Odelzhausener Grundschule ist einer der Sieger beim Bundeswettbewerb „Holzbau plus“

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Odelzhausener Grundschule
Sieger beim Bundeswettbewerb „Holzbauplus“: die Odelzhausener Grundschule, erbaut vom Münchner Architekturbüro Schankula. © Kramer

„Eine viergeschossige Schule aus Holz gebaut – das ist bundesweit bislang einmalig. Diese besondere Schule steht in Bayern.“ Mit diesen Worten lobt die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft Julia Klöckner (CDU) die Odelzhausener Grundschule auf der Internetseite des von ihrem Ministerium organisierten Wettbewerbs „Holzbauplus“. Die Schule wurde dieser Tage zum Sieger in der Kategorie „Öffentliche Bauten“ gekürt. 

Sie ist ein Teil des Odelzhausener Schulcampus, der zwischen 2016 und 2019 in Rekordzeit gebaut und bezogen wurde. Die Grundschule war schon nach 16 Monate nach dem Spatenstich beziehbar. „Die Holzbauweise verkürzt die Bauphase, erfordert dafür vorher umso präzisere Planung“, erklärt der Münchner Architekt Professor Arthur Schankula, ein bekannter Holzbaufachmann, der mit seinem Büro für den Bau verantwortlich zeichnet. Klar, dass er sich über die Auszeichnung freut. Die Odelzhausener Rektorin Cordula Weber wusste gar nicht, dass ihre Schule an dem Wettbewerb teilgenommen hat. Umso erfreuter reagierte sie auf den Preis. Überrascht schien sie indes nicht zu sein: „„Es ist einfach ein traumhaftes Schulgebäude! Sowohl zum Arbeiten als auch zum Lernen!“ Kollegen aus anderen bayerischen Regierungsbezirken, die an ihrer Schule hospitierten, würden hinterher „unsere Schule am liebsten mit nach Hause nehmen“, erzählt Weber mit einem Schmunzeln.

Der Grund: die besondere Atmosphäre des Gebäudes. „Das Holz strahlt Wärme aus.“ Wände, Decken, Böden – alles ist aus Allgäuer Fichtenholz gefertigt. Die viergeschossige Konstruktion steht auf einer Grundfläche von rund 3700 Quadratmetern. Sie besteht aus zwei Riegeln, die mittels „Lernbrücken“ miteinander verbunden ist, wird von einer Glaskuppel überwölbt. Das Gebäude atmet Licht und Luft und fördert die Kommunikation.

Der Vorsitzende des Schulverbands Odelzhausen Sulzemoos und Pfaffenhofen/Glonn, Pfaffenhofens Bürgermeister Helmut Zech (CSU), managte das Projekt von Seiten der öffentlichen Bauherren und blieb dabei im Zeit- wie Kostenrahmen von 50 Millionen Euro. Zech stellt klar: „Ein Gebäude dieser Größenordnung ist ohne Stahl und Beton nicht möglich.“ Tatsächlich wurden außer 1600 Kubikmetern Holz – auch 1900 Kubikmeter Beton und 45 Tonnen Stahl verbaut.

Schankulla weist daraufhin, dass der CO2-Fussabdruck des Gebäudes deutlich geringer ist als bei einem konventionellen Bau. Klöckner meint in dem eingangs zitierten Video: „Bauen mit Holz ist aktiver Klimaschutz.“

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