So gelingt der Osterfladen

Rezepte zur Osterbäckerei

Verschiedenes Gebäck, wie Hefezopf, Osterfladen, Osterhasen aus Teig, stehen an gerichtet auf dem Tisch.
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Egal ob Hefezopf oder Osterfladen, mit den Tipps von Dachaus Kreisbäurin Emmi Westermeier gelingt jedes Gebäck für die Osterfeiertage

Dachaus Kreisbäuerin Emmi Westermeier gibt Tipps und Tricks zu Hefegebäck für die Ostertage

Hefegebäck gehört zu Ostern einfach dazu. Ob als Zopf, Kranz, Fladen, Hasen oder als Nester – die köstlichen süßen und herzhaften Gebäcke lassen sich liebevoll gestalten und je nach Geschmack verfeinern. Frisch gebacken schmecken sie am besten.

Die „Triebfedern“ jedes Hefeteigs sind Hefen, die Stärke in vergärbaren Zucker aufspalten. Dieser wird weiter zu Alkohol und Kohlensäure abgebaut. Die Kohlensäurebläschen lockern den Teig, weil sie durch das Mehl nicht entweichen können. Hat die Hefe genügend Sauerstoff und gute Temperaturbedingungen, geht der Teig auf. Der entstandene Alkohol verdampft beim Backprozess.

„Viele scheuen sich, einen Hefeteig zuzubereiten, aber mit ein paar Tipps und Tricks kann nichts schiefgehen“, sagt Kreisbäuerin Emmi Westermeier. „Wer dabei auf heimische Produkte setzt, genießt Lebensmittel in bester Qualität. Unter www.essen-aus-bayern.de finden Sie Informationen, woran Sie #EssenAusBayern erkennen.“

Tipps rund ums Hefegebäck von Kreisbäuerin Emmi Westermeier:

- Alle Zutaten für den Hefeteig – auch die Hefe – sollten zimmerwarm sein. Idealerweise geht der Hefeteig bei 25 °C bis 35 °C an einem nicht zugigen Ort. Der Teig sollte zum Gehen daher immer mit einem Küchentuch abgedeckt werden. Bei geringeren Temperaturen verlangsamt sich der Prozess, ab ca. 40 °C beginnen die Hefepilze abzusterben.

- Frische Hefe verliert ihre Triebkraft nach etwa zwei Wochen. Ein frischer Hefewürfel wiegt 42 Gramm und reicht bei einem leichten Hefeteig (wenig Fett und Zucker, keine schweren Zutaten wie Nüsse oder Früchte) für ein Kilogramm Mehl. Eine Packung Trockenhefe mit sieben Gramm entspricht einem halben Würfel Frischhefe. Trockenhefe ist länger haltbar und erspart den Vorteig.

- Der Vorteig, das sogenannte Dampferl, ist nötig, um bei frischer Hefe die Triebfunktion optimal einzuleiten. Das Dampferl wird aus einem Drittel der lauwarmen Flüssigkeit für den Hefeteig, etwas Zucker, einem Esslöffel Mehl und der Hefe gerührt, mit Mehl bestäubt und dann zugedeckt, um an einem warmen Ort aufzugehen. Hat der Vorteig sein doppeltes Volumen erreicht und wirft er Blasen, kann er mit den weiteren Zutaten vermischt werden.

- Sind alle Zutaten vermischt, sollte der Teig 5 - 10 Minuten lang geknetet werden. Das geht am besten mit der Hand, wenn man den Teig im Kreis immer wieder zusammenklappt und flach drückt. Wenn sich die Fingermulde im Teig sofort wieder schließt, ist der Teig genug geknetet worden.

- Ein guter Hefeteig braucht Zeit zum Gehen. Bei der richtigen Temperatur in einer abgedeckten Schüssel hat er nach etwa einer halben Stunde sein doppeltes Volumen erreicht und die Oberfläche hat leichte Risse bekommen. Wenn man das Gebäck vor dem Backen noch ein zweites Mal für 10 - 20 Minuten gehen lässt, schmeckt es noch besser.

- Das Aufgehen des Hefeteigs kann auch im Kühlschrank über Nacht erfolgen. Der Teig geht dann langsam auf, wird feinporiger und kommt auch mit weniger Hefe aus. Er sollte allerdings nicht zu lange (maximal zwölf Stunden) stehen bleiben.

- Im Backofen gilt: Je kleiner das Gebäckstück ist, desto heißer muss gebacken werden, weil der Teig sonst zu rasch austrocknet. Durch eine Schale Wasser, die in den Ofen gestellt wird, verfestigt sich die Oberfläche des Gebäcks nicht zu schnell und die Kruste wird schöner.

Hefezopf (Rezept von Kreisbäuerin Emmi Westermeier)

500g Mehl

30g Hefe

¼ l lauwarme Milch

80g Butter

2 Eier

50g Zucker

½ Teelöffel Salz,

Schale von einer Zitrone

80-100g Rosinen nach Belieben

Zubereitung: Hefe mit etwas Zucker, Milch und 2 EL Mehl verrühren und zugedeckt ca. 15 Minuten gehen lassen.

Milch leicht erwärmen und Butter darin zerlaufen lassen. Nicht heiß werden lassen.

Mehl, Eier, Zucker, Salz, Zitronenschale in eine Schüssel geben, Vorteig, erwärmte Milch zugeben und kräftig schlagen, damit viel Luft unter den Teig kommt.

Zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen bis sich der Teig verdoppelt hat.

Teig aus der Schüssel nehmen, in drei gleich große Teile teilen daraus gleich große Stränge rollen.

Zum Zopf flechten und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.

Zugedeckt nochmals etwas gehen lassen (ca. 10 Minuten).

Bei 160 Grad ca. 40 Minuten backen.

Nach Belieben eine Tasse Puderzucker mit Zitronensaft verrühren und den Zopf damit bestreichen.

Osterfladen oder Osterkranz (Rezept von Kreisbäuerin Emmi Westermeier)

500g Mehl

40g Hefe

¼ l lauwarme Milch

50g gehackte Mandeln

100g gehacktes Zitronat

150g Sultaninen

100g Butter

50g Zucker

1 Ei

1 Teelöffel Salz

Evtl. Butter, Eigelb und Zucker zum Bestreichen der Fladen

Zubereitung: Das Mehl in eine Schüssel sieben, in die Mitte eine Vertiefung drücken und aus der Hefe, der Milch und etwas Zucker einen Vorteig rühren. Ca. 15 Min gehen lassen.

Die Mandeln, das Zitronat und die heiß gewaschenen und abgetrockneten Sultaninen mischen und 30 Min. ziehen lassen. Die Butter zerlassen und mit dem Zucker, dem Ei, dem Salz, dem Vorteig und dem gesamten Mehl zu einem Teig schlagen und diesen ca. 40 Min gehen lassen.

Dann die eingelegten Früchte dazu mischen, nochmals gehen lassen, zu einem Laib formen und dann bei 180 Grad ca. 40-50 Min backen. Nach dem Backen evtl. mit zerlassener Butter bestreichen und mit Zucker bestreuen.

Die DACHAUER RUNDSCHAU wünscht schöne Osterfeiertage und fröhliches Backen!

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