Helios Amper-Klinik will mehr für Parkinsonerkrankte tun können.

Parkinson-Netzwerk gegründet

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Die Gründer des Parkinsonnetzwerkes: Dr. Christian Lechner, (links) und Karl Walter.

Dachau - Helios Amper-Klinik will mehr für Parkinsonerkrankte tun können.

Es dient dem fachlichen Austausch, der Fortbildung und der gezielteren Patientenkommunikation – das neue Parkinson-Netzwerk. 

Auf die Idee kamen der Neurologie-Chefarzt Dr. Christian Lechner vom Helios Amper-Klinikum Dachau und Karl Walter, Leiter der Selbsthilfegruppe Parkinsontreff Karlsfeld-Dachau. Die Gründer des Netzwerkes werden bei ihrem Projekt von der Deutschen Parkinsongesellschaft unterstützt. Die Therapie von Parkinson wird immer wichtiger – im Zuge des demografischen Wandels steigt die Zahl der Patienten erheblich. Laut Studien wird es bis 2030 rund 8,7 Millionen Parkinsonpatienten weltweit geben, doppelt so viele wie heute. Bei der unheilbaren chronischen Krankheit sterben die Gehirnzellen ab. Dadurch reduziert sich die Bildung des lebenswichtigen Dopamins, eines körpereigenen Botenstoffs. Typische Symptome sind Zittern und eine deutliche Verlangsamung aller Bewegungsabläufe. „Parkinsonerkrankungen sollten möglichst früh diagnostiziert und therapiert werden“, erklärte Lechner. Neben einer komplexen Medikamenteneinstellung wird die Behandlung durch spezielle Physio- und Ergotherapie sowie Logopädie ergänzt, mit dem Ziel, die Bewegungsabläufe zu verbessern und Stürzen vorzubeugen. „Auch Selbsthilfegruppen, rehabilitative Programme und die Eigeninitiative der Betroffenen sind von großer Bedeutung“, sagt der Leiter der Selbsthilfegruppe, Karl Walter. Zum Gründungstreffen im Helios Amper-Klinikum Dachau trafen sich Hausärzte, Fachärzte, Parkinsonspezialisten verschiedener Kliniken, Therapeuten unterschiedlicher Fachrichtungen – wie Logopäden, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten – und Neuropsychologen sowie Vertreter von Selbsthilfegruppen. 

Die verschiedenen Berufsgruppen werden zwar in der Regel durch die Hausärzte koordiniert, sind aber oft nicht ausreichend untereinander vernetzt, da bislang keine gemeinsame Plattform existierte. Um den Austausch zu optimieren, wird das neue Parkinson-Netzwerk auch von der Dachauer Ärzteschaft und dem Münchner Ärzte Praxisnetz West und Umgebung unterstützt. Ziel ist eine gemeinsame Plattform, die auch über den Landkreis Dachau hinaus kommuniziert. Die zunächst vierteljährlich stattfindenden Treffen sind öffentlich. So wollen die Gründungsmitglieder eine möglichst große Verbreitung des gemeinsamen Fachwissens erzielen. Sie planen zudem Fortbildungen sowie Qualitätssicherungsmaßnahmen.

red

Quelle: Dachauer Rundschau

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